Donnerstag, 29. Juni 2017

Friederike Wellenzohn Theiner (92) ist Teil eines Forschungsprojekts

31 Mitglieder einer Vinschger Großfamilie nehmen zurzeit an der CHRIS-Studie von Eurac Research und Südtiroler Sanitätsbetrieb teil. Mit 92 Jahren ist Friederike Wellenzohn Theiner aus Prad am Stilfserjoch die älteste Studienteilnehmerin.

3 Generationen: Tochter Klara Theiner, Friederike Wellenzohn Theiner und. Enkelin Sara Altstätter (Von Links). - Foto: Eurac Research
3 Generationen: Tochter Klara Theiner, Friederike Wellenzohn Theiner und. Enkelin Sara Altstätter (Von Links). - Foto: Eurac Research

Friederike Wellenhohen Theiner hat 125 Nachkommen: 16 Kinder, 50 Enkelkinder, 58 Urenkelkinder und einen Ururenkelsohn. 31 Familienmitglieder aus diesen fünf Generationen haben an der CHRIS-Studie teilgenommen.

Vor allem der genealogische Aspekt und die gleichförmigen Lebens- und Arbeitsumfelder der Teilnehmer machen die Studie im Vergleich mit anderen großen Bevölkerungsstudien besonders wertvoll, wie Peter Pramstaller, Leiter des Instituts für Biomedizin von Eurac Research erklärt: „Dass bei unserer Studie oft viele Mitglieder einer Familie teilnehmen, liefert uns zudem wichtige Informationen darüber, wie bestimmte vererbbare Eigenschaften weitergegeben werden.“

Fokus auf: Herzkreislauferkrankungen, Nervensystems und Stoffwechselerkrankungen

Mit der Langzeitstudie machen sich die Forscher von Eurac Research zum einen ein Bild über den Gesundheitszustand der Menschen und wie sich dieser über die Jahre entwickelt. Gleichzeitig untersuchen sie, welche Umwelteinflüsse und welche genetischen Faktoren für weit verbreitete chronische Krankheiten in Südtirol verantwortlich sind.

Der Schwerpunkt der CHRIS-Studie liegt auf Herzkreislauferkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems und Stoffwechselerkrankungen.

Bereits über 10.000 Vinschger tragen durch ihre Studienteilnahme dazu bei, mehr über die Ursachen dieser weit verbreiteten Krankheiten herauszufinden. So sammeln die Forscher von den Teilnehmern Blut- und Urinproben, um DNA und Stoffwechselprozesse zu analysieren und befragen sie zu ihrem Lebensstil, ihrer Krankengeschichte und ihren tagtäglichen Gewohnheiten.

Ältere Studienteilnehmer gesucht

Auf der Grundlage dieser Daten und Informationen erforschen die Eurac-Wissenschaftler, wie Lebensstil oder Umwelteinflüsse und genetische Faktoren beim Entstehen von Erkrankungen zusammenwirken.

Die Forscher laden die ältere Bevölkerung im Vinschgau dazu ein, sich noch verstärkt an der Studie zu beteiligen. Denn während Menschen über 75 rund 9 Prozent der Vinschger Gesamtbevölkerung ausmachen, sind sie in der CHRIS-Studie derzeit mit weniger als 5Prozent vertreten.

Für die Forscher spielt die Teilnahme älterer Menschen eine wichtige Rolle, wie Pramstaller bekräftigt: „Daten und Informationen über mehrere Generationen helfen uns, wichtige Zusammenhänge von Genen und Umwelt sowie Krankheit und Gesundheit herzustellen. Und gerade die Teilnahme von älteren Studienteilnehmern ermöglichen es uns wichtige Aspekte eines gesunden Älterwerdens besser zu untersuchen.“

stol

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