Freitag, 24. März 2017

Genießen statt niesen: Mit Apfel gegen Pollenallergie

In diesen Tagen erreicht der Birkenpollenflug seinen jährlichen Höhepunkt: Durchschnittlich jeder Vierte leidet dann unter den Symptomen. Das Interreg-Projekt AppleCare soll jetzt zeigen, ob eine Therapie der Birkenpollenallergie durch den Verzehr von Äpfeln möglich ist.

Mahlzeit statt Hatschi: Forscher untersuchen derzeit, ob eine Therapie der Birkenpollenallergie durch den Verzehr von Äpfeln möglich ist.
Mahlzeit statt Hatschi: Forscher untersuchen derzeit, ob eine Therapie der Birkenpollenallergie durch den Verzehr von Äpfeln möglich ist. - Foto: © shutterstock

Jucken der Augen und der Nase, heftige Niesanfälle, Asthma: Die Birkenpollenallergie macht dieser Tage wieder den Betroffenen zu schaffen. Nun soll ein Forschungsprojekt Abhilfe schaffen: „AppleCare“ soll eine neuartige Immuntherapie gegen diese aggressivste und häufigste aller Pollenallergien entwickeln. Das Versuchszentrum Laimburg, die Abteilung Dermatologie des Krankenhauses Bozen, die Universität Innsbruck und die Medizinische Universität Innsbruck begannen im Jänner die Arbeiten am Projekt.

Apfel und Birkenpolle haben eine Gemeinsamkeit

Die Forscher wollen sich die strukturelle Ähnlichkeit zwischen dem Birkenpollenprotein, das die allergische Reaktion auslöst, und einem verwandten Eiweiß im Apfel zunutze machen. Im Projekt werden jene Apfelsorten und Apfelmengen ermittelt, die sich bei einer kontrollierten Aufnahme zur Behandlung der Pollenallergie eignen.

Darüber hinaus wollen die Forscher auch hypoallergene Apfelsorten identifizieren, also Apfelsorten, die ein geringes allergisches Potential haben und deren Verzehr für Apfelallergiker unbedenklich ist.

Das grenzüberschreitende Forschungsprojekt wird vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms Interreg V-A Italien-Österreich finanziert. 

stol

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