Montag, 06. Juli 2015

Ist Obst mit gespaltenem Kern gesundheitlich bedenklich?

Beim Verspeisen von Obst kann es vorkommen, dass sich der Fruchtkern spaltet. Wie bedenklich dies sein kann, möchte die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) klären.

Beim Verzehr von Kernobst ist Vorsicht geboten.
Beim Verzehr von Kernobst ist Vorsicht geboten. - Foto: © shutterstock

Der Kern selbst sei nicht gefährlich für den Menschen, lediglich beim inneren Kern sei Vorsicht geboten, so die VZS. Mit der Bezeichnung innere Kern ist der Kern im Kern des Obstes gemeint.

Er enthält die hochgiftige Blausäure in hoher Dosis. Blausäure, auch als Cyanwasserstoff bekannt, wird in der Schädlingsbekämpfung eingesetzt.

Selbst für Kinder unbedenklich

Der innerste Kern ist deshalb auf keinen Fall für den Verzehr geeinigt. Es ist zwar möglich, dass Spuren der Blausäure in das Fruchtfleisch übergehen, allerdings brauche man sich hierbei, laut VZS, "keine Gedanken machen". Selbst für Kinder ist die Aufnahme der Säure in so geringer Menge nicht bedenklich.

Betroffen sind Fruchtsorten, wie Aprikosen, Nektarinen oder Pfirsiche. Zur Spaltung des Kerns kommt es vor allem bei frühen Sorten. Gegebenheiten, wie nährstoffarme Böden, schlechte Wasserversorgung oder extreme Witterungswechsel begünstigen dies.

Das Obst wird auseinandergetrieben, geht in die Breite und wird zweibackig. Von außen ist dies jedoch nur für ein geschultes Auge erkennbar.

stol

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