Meistens ist ein Verschluss der Blutgefäße für diese lebensbedrohlichen Ereignisse verantwortlich: Bei einem Schlaganfall sind häufig die hirnversorgenden Arterien verstopft, bei einem Herzinfarkt die Herzkranzgefäße. In beiden Fällen zählt jede Minute, wie erst kürzlich bei einer Tagung am Bozner Krankenhaus erneut betont wurde: Je länger Hirnareale oder Herzmuskelgewebe durch den Gefäßverschluss unterversorgt bleiben, desto schwerwiegender sind die Folgen.Vortrag am Mittwoch in SterzingVielen Gefäßerkrankungen kann schon in jungen Jahren vorgebeugt werden, ist Professor Dr. Ursula Kiechl-Kohlendorfer von der Medizinischen Universität Innsbruck überzeugt. „Häufig werden diese Erkrankungen von Gefäßverkalkungen verursacht“, erklärt die Leiterin der Universitätsklinik für Pädiatrie II der Medizinischen Universität in Innsbruck.Und erste Gefäßveränderungen können bereits in jungen Jahren entstehen. So sind Übergewicht, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung, erhöhte Blutfettwerte und Rauchen Risikofaktoren für die Entwicklung von Gefäßkrankheiten. Durch einen positiven Lebensstil lassen sich Gefäßveränderungen aber positiv beeinflussen.Darüber wird Dr. Ursula Kiechl-Kohlendorfer am Mittwoch, 10. Mai, beim Vortrag „Jung und schon alt?“ ab 19.30 Uhr im Stadttheater Sterzing informieren. Mehr zum Thema Schlaganfall lesen Sie es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".