„Fasten definiert sich prinzipiell aus dem Verzicht von Lebensmitteln für eine bestimmte Zeit“, sagt der Ernährungswissenschaftler vom St. Josef Gesundheitszentrum der Schwestern des Deutschen Ordens in Meran. <BR /><BR />Es gebe verschiedene Varianten des Fastens, beispielsweise das Intervallfasten und das stark restriktive Fasten. „Erstens: Wenn sehr wenig über längere Zeit gegessen wird, empfehle ich immer eine fachkundige Begleitung“, sagt der Fachmann. „Zweitens muss ich zum stark restriktiven Fasten sagen, dass dieses aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nicht empfohlen werden kann.“ <BR /><BR />Man nehme damit sehr, sehr schnell ab und müsse dann das Gewicht halten, was oft aber sehr, sehr schwierig sei. „Entsprechend unserer Erfahrung ist es auch so, dass man damit häufig in den allseits bekannten und gefürchteten Jojo-Effekt hineinkommt. Und das ist sowohl für den Leib wie auch für die Seele kontraproduktiv“, gibt Ernährungswissenschaftler Gert Königsrainer zu bedenken. <BR /><BR />„Besser wäre es deshalb, wenn man von Beginn an versucht, den Lebensstil, das heißt die Nahrungsaufnahme und die Bewegung, dahingehend zu verändern, dass man von Anfang an kleine Veränderungen setzt, damit diese dann langfristig entsprechend durchgehalten werden können.“ <BR /><BR /><embed id="dtext86-58406753_quote" /><BR /><BR />Zudem rät der Ernährungswissenschaftler, dass man versuchen solle, nicht in eine zeitlich fest abgesteckte Fastenperiode hineinzugehen. Man solle sich also keinen Anfang und kein Ende einer Fastenperiode setzen. „Man sollte einfach damit starten und leben“, betont Gert Königsrainer. „Ich beginne also mit meiner Fastenintention einen Weg zu finden, wie ich sozusagen dauerhaft damit leben kann.“ Wichtig sei es auch, asketische Gedanken abzulegen.<BR /><BR />„Verzicht ja, aber nur geringfügig“, betont der Ernährungsexperte mit Passeirer Wurzeln, der an den beiden renommierten Universitätskliniken von Innsbruck und Tübingen in Baden-Württemberg viel Berufserfahrung gesammelt hat und nun im Gesundheitszentrum arbeitet.<h3> Was zum Erfolg führt</h3> „Wenn man sich vor Augen hält, dass beispielsweise eine Reduktion von 10 bis 15 Prozent der Nahrungsaufnahme pro Tag etwa 300 Kalorien gleichkommt, und wenn man das multiplizieren würde, wäre man in rund 20 Tagen bei einem Kilogramm Fett, das man dabei verloren hätte“, rechnet Königsrainer vor. „Hier macht Kleinvieh viel Mist.“<BR /><BR /> Und er betont darüber hinaus, dass es wichtig sei, eine kleine Stellschraube umzulegen und diese im Sinne von geregelter Ernährung, Qualität und Quantität sowie Bewegung anzupassen, und das langfristig. Das könne letztendlich beim stoffwechselgesunden Menschen nur zum Erfolg führen. <BR /><BR /><BR />