Wandern ist nicht nur die natürlichste und umweltfreundlichste Art der Bewegung, es hält auch Körper und Seele gesund. Das gilt freilich nur, wenn die Tour gut vorbereitet und die richtige Ausrüstung mit dabei ist. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="780341_image" /></div> <BR /><BR /><b>1. Routenwahl:</b><BR />Die Wahl der passenden Wanderroute steht am Beginn jeder Tour und ist essenziell. Triff die Entscheidung anhand folgender Kriterien: persönliches Fitness-Level aller (!) Beteiligten – Wetterlage – verfügbare Tageslicht-Stunden<BR /><BR /><b>2. Realistische Selbsteinschätzung:</b><BR />Steigere Schwierigkeitsgrad und Länge der Wanderungen entsprechend deinem Fitness-Level und deiner Wandererfahrung. Generell gilt folgende Einschätzung: Anfängerinnen und Anfänger legen pro Stunde maximal 4 km auf relativ ebenem Untergrund zurück. Am Berg mit steilem An- und Abstieg rechne mit maximal 2 km pro Stunde. Im Anstieg werden ca. 300 Höhenmeter pro Stunde veranschlagt und 500 im Abstieg. Für eine Wanderung von 12 km Länge im gemischten Gelände braucht man also mindestens 4 Stunden. <BR /><BR /><b>3. Füße und Schuhe:</b><BR /> Die richtigen Schuhe sind ein wichtiger Teil deiner Outdoor-Ausrüstung und müssen zu dir und deiner Wanderung passen. Falsches Schuhwerk führt dazu, dass die Füße beim Wandern oft falsch belastet werden. Ein Fachgeschäft hilft bei der Suche nach dem passenden Schuh. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="780344_image" /></div> <BR /><BR /><b>4. Zwiebelprinzip:</b><BR />Um die unterschiedlichen Temperaturen beim Start am Morgen, in der Mittagssonne und am Gipfel auszugleichen, ist es gut, sich nach dem Zwiebelprinzip anzuziehen. Die unterste Schicht ist die wichtigste: Vermeide Baumwolle, die den Körper auskühlt. Besser sind atmungsaktive Sportmaterialien.<BR /><BR /><b>5. Wetter:</b><BR />Informiere dich über die Wetterlage und passe deine Pläne an. Während Wandern im Regen schön sein kann, sollte man Gewitter vermeiden, vor allem in höheren Lagen. Auch Nebel hat seine Tücken. Er raubt die Sicht und lässt Wanderer vom Wege abkommen.<BR /><BR /><b>6. Wasser:</b><BR />Gerade an heißen Tagen muss man ausreichend Wasser trinken, um Schwindelanfälle und Kreislaufkollaps zu vermeiden. Der Wasserverlust durch das Schwitzen muss nämlich ausgeglichen werden. Ein Anhaltspunkt: Je nach Länge der Wanderung und Wetterlage 2 bis 3 Liter Wasser pro Person.<BR /><BR /><b>7. Sonnenschutz:</b><BR />Beim Wandern werden meist Stirn, Nase, Nacken, Dekolleté, Ohren und Waden der Sonne besonders ausgesetzt. Weil es in den Bergen häufig kühler und windiger ist, merkt man die Stärke der Sonne nicht richtig. Benutze immer einen hohen Sonnenschutzfaktor und eine Kopfbedeckung.<BR /><BR /><b>8. Notfallkontakt:</b><BR />Stelle auf längeren Wanderungen sicher, dass jemand über deine Pläne informiert ist und dich zu einer bestimmten Uhrzeit zurück erwartet. Auch wenn der Handy-Empfang am Berg nicht immer gut ist, lohnt es sich dennoch, ein Mobiltelefon mit aufgeladenem Akku dabei zu haben, um im Notfall Hilfe rufen zu können. <BR /><BR /><b>9. Regelmäßiges Kraft- und Stabilisationstraining:</b><BR />Beim Wandern werden fast alle Muskeln in deinem Körper beansprucht. Wer also wieder gesund im Tal ankommen möchte, sollte ein regelmäßiges Training nicht nur vor einer Wanderung einlegen, sondern das ganze Jahr über trainieren.<BR /><BR />Viel Spaß beim Wandern!<BR /><BR /><BR />FAKTEN: SO GESUND IST WANDERN<BR /><BR />Wandern ist nicht nur die natürlichste und umweltfreundlichste Art der Bewegung, es hält auch Körper und Seele gesund:<BR /><BR /> Das <b>Herz-Kreislauf-System</b> wird gestärkt: Die Ausdauer verbessert sich, Puls und Blutdruck werden gesenkt, das Blut fließt besser.<BR /><BR /> Gut fürs <b>Immunsystem:</b> Durch die regelmäßige Bewegung kann der Körper schädliche Zellen besser beseitigen und eigene Abwehrzellen effektiver mobilisieren.<BR /><BR /> Hilft gegen <b>Übergewicht:</b> Wer regelmäßig wandert, verliert überzählige Kilos, aber nur, wenn die Kalorienbilanz stimmt.<BR /><BR /> Gut für unsere <b>Knochen und Gelenke</b>: Die Beinmuskulatur wird gestärkt, was Knie und Hüfte entlastet; Rücken- und Bauchmuskeln werden trainiert, was Haltungsschäden vorbeugt.<BR /><BR />Unser <b>Stoffwechsel</b> wird angekurbelt: Insulinresistenz kann sich umkehren, das Diabetes-Erkrankungsrisiko sich verringern.<BR /><BR />Fitness fürs <b>Gehirn:</b> Die frische Luft und die intensive Bewegung sorgen für eine bessere Durchblutung des Gehirns.<BR /><BR />Balsam für die <b>Seele:</b> Lang andauerndes Gehen verringert außerdem Stress, hilft dir vom Alltag abzuschalten, hebt die Stimmung und wirkt sogar antidepressiv.<BR />