Nicht immer einfach ist die Unterscheidung zwischen einer Aura und einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA), die als Vorbote eines Schlaganfalls gilt. <BR /><BR />„Fehler sind sehr schädlich“, sagt Prof. Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel. So könne die Fehldiagnose einer TIA als Migräne mit Aura zu einem vermeidbaren Schlaganfall führen. Für eine sichere Diagnose muss der Patient mindestens 2 Episoden aufweisen, die spezielle Kriterien erfüllen. „Mit nur einer Episode ist es schwierig zu entscheiden“, sagt Hartmut Göbel. Und ohnehin: Eine Diagnose kann nur ein Arzt oder eine Ärztin stellen.<BR /><BR />Wichtig: Besteht Verdacht auf einen Schlaganfall, ist das ein Fall für den Notruf 112. Denn die erste Zeit nach einem Schlaganfall entscheidet über das Ausmaß der Zellschäden im Gehirn, heißt es von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.<BR /><BR />Die Checkliste:<BR /><BR />Wenn mindestens 2 der folgenden Punkte erfüllt sind, spricht das eher für einen <b>Schlaganfall:</b><BR /><BR />1. Alle Symptome treten innerhalb von unter einer Minute mit<BR />maximaler Intensität auf und breiten sich nicht allmählich aus.<BR />2. Es bestehen mehrere Symptome, die gleichzeitig auftreten.<BR />3. Alle Symptome sind Defizite wie Sehverlust, Taubheit, Lähmungen.<BR />Es bestehen keine sogenannten positiven Symptome wie Zickzacklinien,<BR />Kribbeln oder Farbsehen.<BR />4. Die Symptome werden nicht von Kopfschmerz begleitet, es folgt<BR />ihnen innerhalb einer Stunde auch kein Kopfschmerz nach.<BR /><BR />Eher für eine <b>Migräne-Aura</b> sprechen diese Punkte:<BR /><BR />1. Die Symptome treten langsam über 15 bis 30 Minuten zunehmend auf.<BR />2. Wenn mehrere Symptome auftreten, treten sie sukzessive, also<BR />eines nach den anderen, auf.<BR />3. Es bestehen sogenannte positive Symptome wie Zickzacklinien,<BR />Kribbeln, Farbsehen.<BR />4. Nach spätestens einer Stunde folgen diesen Symptomen<BR />Kopfschmerzen.<BR /><BR /><BR /><BR />