Mittwoch, 24. Juni 2015

Österreicher schwören auf „Friss die Hälfte“ und Trennkost

33 Prozent unserer Nachbarn haben schon mindestens einmal eine Diät gemacht. Beim Abnehmen setzen die Österreicher vorwiegend auf „Friss die Hälfte“ (FdH) und auf Trennkost.

Weniger Essen ist das beliebteste Diätrezept der Österreicher.
Weniger Essen ist das beliebteste Diätrezept der Österreicher. - Foto: © shutterstock

Frauen (45 Prozent) können deutlich mehr Erfahrung vorweisen als Männer (20 Prozent). Allerdings sind sich die meisten bewusst, dass eine Ernährungsumstellung besser wäre, lautet das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten IMAS-Umfrage.

Die Meinungsforscher befragten im April 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung über 16 Jahre ausgewählte Personen.

Jeden zweiten Tag nichts essen

Jenen, die schon einmal eine Diät gemacht haben, legten sie eine Liste mit möglichen Abnehmmethoden vor. Je 31 Prozent der Diät-Erfahrenen haben demnach bereits FdH oder Trennkost ausprobiert, 15 Prozent setzten auf „10in2“ (jeden zweiten Tag nichts essen).

Es folgen Rohkost- und Apfelessig-Diät mit 14 bzw. 13 Prozent, Heilfasten (ebenfalls 13 Prozent) und die Saft-Kur (elf Prozent).

Bei exotischen Methoden wie 3-D oder Ayurveda sind die meisten eher zurückhaltend. Schlusslichter sind die Formula- und die Glyx-Diät sowie Abnehmen mit Online-Tools oder einer App (je zwei Prozent). Der statistische Durchschnitt hat bereits 2,4 Diäten ausprobiert.

69 Prozent bewerten ihre Bemühungen zur Gewichtsreduktion im Nachhinein als erfolgreich.

Ernährung umstellen besser, als diäten

In der Gesamtbevölkerung herrscht die Meinung vor, dass man besser die Ernährung umstellen sollte als eine Diät zu machen.

 89 Prozent stimmen dem voll und ganz oder zumindest einigermaßen zu. 79 Prozent vertreten die Ansicht, dass man nach Diätende wieder zunimmt. Eine langfristige Gewichtsreduktion durch eine Diät halten nur 42 Prozent für möglich, allerdings finden 54 Prozent, dass man sich nach dem Abnehmen bewusster ernährt.

Vegane Ernährung nicht das beste

Zuletzt gingen die Meinungsforscher noch der Frage nach, wie hoch der Anteil der Vegetarier und Veganer ist.

Vier Prozent bezeichneten sich als Vegetarier, nur ein Prozent als Veganer. 92 Prozent verneinten beides, drei Prozent machten keine Angabe.

Knapp zwei Drittel der Österreicher sind der Ansicht, dass man sich am gesündesten ernährt, wenn man Fleisch und Fisch zu sich nimmt. Jeder Zehnte hält Vegetarismus für das Beste. Vegane Ernährung sehen nur drei Prozent als optimal für die Gesundheit an.

apa

stol