Endlich Frühling! Doch das Erwachen der Natur ist für viele alles andere als lustig: Etwa jeder Fünfte leidet nämlich unter Pollenallergie, allgemein auch Heuschnupfen genannt. Zum Glück gibt es eine bewährte Therapie und mehrere „Helferlein“, die das Leid von Pollenallergikern lindern. <BR /><BR /><BR /><BR />Unter Heuschnupfen versteht man eine Allergie gegen Blütenstaub bzw. Pollen – daher auch die Bezeichnung Pollenallergie. Es handelt sich dabei um einen allergischen Schnupfen – in der Fachsprache „Rhinitis allergica“ –, der meist zu den typischen Pollenflugzeiten im Frühjahr und Sommer auftritt. Zumal aber viele Pflanzen bereits im Februar und bis weit in den Herbst hinein blühen, kann sich eine solche Allergie durchaus in die Länge ziehen. <BR /><BR />Ein kleiner Trost für Pollenallergiker: Sie sind mit ihrer Allergie bei weitem nicht allein. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO leiden – je nach Region und Jahreszeit – zehn bis 40 Prozent der Bevölkerung darunter. Für den europäischen Raum geht man von bis zu 20 Prozent Betroffenen aus – Tendenz steigend. <BR /><BR /><b>Reaktion auf Eiweiße</b><BR /><BR />Auslöser des Heuschnupfens ist der Kontakt mit den Pollen von unterschiedlichen Gräsern, Getreide, Bäumen, Sträuchern oder Kräuter. Die Allergie richtet sich immer gegen die Pollen einer bestimmten Pflanze, oftmals auch gegen mehrere. Dabei reagiert das Immunsystem auf bestimmte Eiweiße, aus denen die Pollenkörner aufgebaut sind. Abwehrzellen schütten dann Entzündungsbotenstoffe, wie Histamin, aus, die dann für die typischen Beschwerden einer Allergie – Niesreiz, Schnupfen und gerötete Augen – sorgen. <BR /><BR />Häufig liegt bei einer Pollenallergie auch eine Kreuzallergie mit Lebensmitteln vor. Sie entsteht, wenn bestimmte Eiweiße, die in manchen Nahrungsmitteln enthalten sind, den Polleneiweißen ganz oder teilweise ähneln. Eine Veranlagung zur Pollenallergie ist vererbbar. Doch auch den veränderten Umweltbedingungen wird eine Rolle zugeschrieben, zumal immer mehr Menschen unter Pollen leiden.<BR /><BR /><b>Die beste Therapie</b><BR /><BR />Die beste Therapie, die aber um voll wirksam zu werden, mehrere Jahre durchgeführt werden muss, ist die Hyposensibilisierung. Dabei wird dem Patienten der Auslöser seiner Beschwerden in geringer Dosis und unter ärztlicher Kontrolle verabreicht – als Spritze mehrmals im Jahr oder täglich als Tablette oder Tropfen. Das Immunsystem lernt dann gewissermaßen, die betreffende Substanz zu tolerieren: Auf diese Weise werden die Patienten unempfindlich gegen Pollen. <BR /><BR />Medikamente wie Antihistaminika, Cortison, Cromoglyzinsäure, abschwellende Nasensprays und Augentropfen helfen, die Beschwerden zu lindern oder gar zu vermeiden. Leider führen diese Medikamente oft zu Müdigkeit oder trockenen Nasenschleimhäuten. <BR /><BR />Hilfreich sein kann auch regelmäßiges Durchspülen der Nase mit isotoner Salzlösung. Das befreit die Schleimhäute von den Pollen und reduziert den Bedarf an antiallergischen Mitteln. Akupunktur oder Homöopathie können auch die Beschwerden lindern.<BR /><BR />Zudem gibt es 4 Helfer für Allergiker:<BR /><BR /><b>Vitamin C</b> stärkt das Immunsystem und verringert die Ausschüttung von Histamin: bei akuten Beschwerden zwei bis drei Mal 1 Gramm einnehmen. <BR /><BR /><b>Zink</b> hemmt die Freisetzung von Histamin und übt eine schleimhautabschwellende Wirkung aus. Bevorzugen Sie ein Präparat mit Zink-Histidin oder Zinkgluconat (Dosierung zwischen 10 und 30 mg), da diese Zinkverbindungen vom Körper besser aufgenommen werden.<BR /><BR /><b>Magnesium</b> kann die Allergiesymptome vermindern. <BR /><BR /><b>Kalzium</b> stabilisiert die Mastzellen, die dann weniger Histamin ausschütten. Magnesium und Kalzium arbeiten synergistisch und sollen deshalb zusammen eingenommen werden. Das richtige Verhältnis ist wichtig: z. B. 400 mg Magnesium und 800 mg Kalzium.<BR />