Auch dem Raucherhusten kann man mit Hausmitteln entgegenwirken.<BR /><BR />Ist ein Artikel über die natürliche Behandlung von Raucherhusten überhaupt ethisch korrekt? Nun ja, ich finde, jeder sollte selbst darüber entscheiden können, was er mit seinem Körper macht und was nicht. Da man als Raucher mit dem schlauen Hinweis, doch aufs Rauchen zu verzichten, meistens nicht viel anfangen kann, hier ein Artikel für alle Betroffenen von Raucherhusten. <h3> Was ist Raucherhusten?</h3>Beim Rauchen werden die kleinen Härchen in der Lunge, die bei gesunden Menschen kontinuierlich Schleim und damit Schadstoffe aus der Lunge befördern, beschädigt. Folge davon ist, dass sich der Schleim in der Lunge ansammelt. Weil er doch irgendwann raus muss, wird er schließlich bröckchenweise durch Husten abtransportiert. Morgens und bei körperlicher Anstrengung sind die Hustenattacken bei Rauchern besonders schlimm. <BR /><BR />Neben dem klassischen Raucherhusten führt langjähriges Rauchen oft auch zur Entwicklung einer sogenannten COPD (= chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Ein regelrechter Umbau der Lungenwege ist das Ergebnis der anhaltenden, leichten Entzündungsreaktion auf den Rauch. Sie werden enger und sind nicht mehr so funktional, wie sie einmal waren. Typische Symptome sind verschleimter Husten, Atemnot und verstärkte Infektanfälligkeit. <h3> Alkoholischer Thymianextrakt</h3>Alkoholischer Thymianextrakt ist ein wunderbares Mittel gegen Husten aller Art. Tatsächlich wirkt er auch besonders gut bei Raucherhusten. Grund dafür ist der Wirkmechanismus der enthaltenen Stoffe. Es kommt zu vermehrter Freisetzung von Lungensekret, welches die Lungenhärchen von Schleim befreit und deren Arbeit erleichtert. Dadurch kommt es zu einem vermehrten, kontinuierlichen Abtransport des Schleims. <BR /><BR />Zusätzlich zur Mobilisierung der sogenannten Flimmerhärchen, kommt es zu einer krampflösenden Wirkung in den Bronchien. Diesen Effekt verdankt Thymian dem enthaltenen, ätherischen Thymol. Der Reizhusten, der beim Rauchen oft unmittelbar ausgelöst wird, wird gemildert. <h3> Andere Behandlung von Raucherhusten</h3>Neben Thymianextrakt enthält auch Thymiantee zahlreiche Wirkstoffe, die bei Raucherhusten helfen. Im Verhältnis ist er aber aufwendiger zuzubereiten (er lässt sich nicht so wie der Extrakt in die Handtasche stecken) und das Kraut wird hoher Hitze ausgesetzt. Dies lässt den Großteil der ätherischen Öle (Thymol) in Dampf aufgehen und damit aus der Zubereitung verschwinden. Da besonders das ätherische Öl bei Raucherhusten hilft, ist der Extrakt die wirksamere Anwendung. <BR /><BR />Eine andere Heilpflanze, die bei Raucherhusten eingesetzt werden kann, ist die Echte Kamille. Durch ihre antientzündliche Wirkung wird die Reaktion des Lungengewebes auf den Rauch leicht (!) abgeschwächt. Die wirksamste Anwendungsform ist die Inhalation. <BR /><BR /><BR /><BR />ZUR PERSON<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="731480_image" /></div> <BR />Yvonne Vorhauser ist gebürtige Brixnerin und Wahlwienerin. In ihrem Pharmaziestudium kam sie erstmals mit der Naturheilkunde in Kontakt und seitdem ist sie begeisterte Kräuterhexe. <BR />Hintergrundwissen über die Chemie der Inhaltsstoffe und die Gabe, Informationsquellen kritisch zu hinterfragen, helfen ihr dabei, wirksame Pflanzen von unwirksamen zu unterscheiden. <BR />Auf ihrem eigenen Blog <a href="https://oktotussi.com" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Oktotussi </a> schreibt Yvonne über Naturheilmittel, essbare Wildpflanzen und Weitwanderungen – ihre drei Leidenschaften. Auch auf <a href="https://www.instagram.com/oktotussi/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Instagram </a> ist die Oktotussi aktiv. Hier hält sie Follower über alle neuen Artikel am Blog informiert, gibt ab und an kleine Kräuterwanderungen und teilt Wildkräuterrezepte.