Vitamin C und Ingwer werden häufig zur Stärkung des Immunsystems empfohlen. Im heutigen Artikel klären wir ob die Anwendung auch der wissenschaftlichen Prüfung standhält.<h3> Was ist eigentlich das Immunsystem?</h3>Romantisiert könnte man sich unser Immunsystem als eine unserem Körper innewohnende Zauberkraft vorstellen, die gegen bedrohliche, böse Mächte antritt. Fans der Wissenschaft fangen damit aber wenig an. Tatsächlich besteht das Immunsystem aus verschiedenen Zellen (hauptsächlich weiße Blutkörperchen), deren Zusammenspiel und Ausscheidungsstoffe den Kampf gegen Bakterien und Viren ermöglichen.<BR /><BR /> Es ermöglicht auch die Wiedererkennung derselben und dadurch einen milderen Krankheitsverlauf bei einer erneuten Infektion. In selteneren Fällen richtet es sich gegen körpereigene Zellen, wodurch es zu Autoimmunerkrankungen wie der Multiplen Sklerose oder Rheumatoider Arthritis kommt. <h3> Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem</h3>Wer unter häufig wiederkehrenden Infekten oder ungewohnten Hautirritationen leidet, hat vermutlich ein angeschlagenes Immunsystem. Die häufigste Ursache dafür ist der ungesunde Lebensstil. Stress, Schlafmangel, ungesunde Ernährung und Bewegungsfaulheit schwächen die Immunabwehr. Auch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten kann eine Infektanfälligkeit erhöhen. Nur selten ist die Immunschwäche angeboren. In schlimmeren Fällen ist sie Symptom einer schweren Erkrankung.<BR /><BR /><BR /><BR />Vitamin C, Echinacea und Zink sind die geläufigsten Immunpusher aus der Apotheke. Bei der Einnahme ist einiges zu beachten. <b>Vitamin C</b> zum Beispiel, der von vielen als Nahrungsergänzung eingenommene Stoff, wird überbewertet. Menschen, die sich gesund ernähren, leiden unwahrscheinlich unter einem Mangel und nur wer tatsächlich zu wenig vom Vitamin im Körper hat, profitiert von einer Therapie. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="805343_image" /></div> <BR />Kommen wir zu <b>Echinacea</b>, auch als Sonnenhut bekannt. Hier gibt es trotz starker Bewerbung keine klinisch bestätigte Sicherheit zur Wirksamkeit. Dennoch wird Echinacea überraschenderweise von verschiedenen Kommissionen zum Einsatz bei wiederkehrenden Harnwegs- und Atemwegsinfektionen empfohlen. <BR /><BR /><b>Zink</b> zuletzt ist das einzig wissenschaftlich bewiesene, wirksame Mittelchen unter den Dreien. Es wirkt gegen Rhinoviren, welche Erkältungen auslösen. Eingenommen bei ersten Anzeichen einer Erkältung schwächt es Dauer und Schwere derselben ab. <h3> Ingwer und Kurkuma</h3>Ingwer und Kurkuma sind Hausmittel, die gern bei Erkältungen eingesetzt werden. Der Volksglaube ist, dass sie immunstimulierend wirken. Einige schwören auf den täglichen Genuss von Ingwertee im Winter und die Verwendung von viel Kurkuma in der Küche. Tatsächlich wirken die Inhaltsstoffe der Wurzelstöcke nicht stimulierend aufs Immunsystem, sondern vor allem entzündungshemmend. Damit sind Ingwer und Kurkuma dennoch bei unkomplizierten, wiederkehrenden Infektionen einen Versuch wert! <BR /><BR /><BR /><b>ZUR PERSON</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="731480_image" /></div> <BR />Yvonne Vorhauser ist gebürtige Brixnerin und Wahlwienerin. In ihrem Pharmaziestudium kam sie erstmals mit der Naturheilkunde in Kontakt und seitdem ist sie begeisterte Kräuterhexe. <BR /><BR />Hintergrundwissen über die Chemie der Inhaltsstoffe und die Gabe, Informationsquellen kritisch zu hinterfragen, helfen ihr dabei, wirksame Pflanzen von unwirksamen zu unterscheiden. <BR /><BR />Auf ihrem eigenen Blog <a href="https://oktotussi.com" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Oktotussi </a> schreibt Yvonne über Naturheilmittel, essbare Wildpflanzen und Weitwanderungen – ihre drei Leidenschaften. Auch auf <a href="https://www.instagram.com/oktotussi/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Instagram </a> ist die Oktotussi aktiv. Hier hält sie Follower über alle neuen Artikel am Blog informiert, gibt ab und an kleine Kräuterwanderungen und teilt Wildkräuterrezepte. <BR />