Entspannung wird heute auf vielerlei Art gesucht: Das können ein gemütlicher Fernsehabend oder ein Kinobesuch sein, gutes Essen oder Sport. Besonders in der kalten Jahreszeit spielt aber auch die Sauna eine Rolle. Dabei gibt es viele Gründe, um in die Sauna zu gehen. Viele tun es zum Relaxen und um Stress abzubauen, andere, um einfach nach einem Tag auf der Piste wohlige Wärme zu spüren oder um die Muskulatur nach einem intensiven Sporttag zu entspannen. Und gleichzeitig tut man auch Gutes für die Gesundheit: Durch das gezielte Setzen eines Wärme-Kälte-Reizes wird das Abwehrsystem trainiert.<h3> Warum tut Sauna gut?</h3>Je nachdem, welche Sauna man wählt, wird der Körper unterschiedlich stark gereizt. So steigt die Körpertemperatur in der finnischen Sauna in der Regel um bis zu 2 Grad an – ähnlich wie beim Fieber. Der Körper reagiert darauf mit einer Erweiterung der Blutgefäße, das Herz wird besser mit Sauerstoff versorgt, die Schleimhäute werden durch die Wärme besser durchblutet und mehr Abwehrstoffe werden produziert. <BR />Die Hitze sorgt für eine sehr starke Durchblutung auch jener Körperregionen, die im Alltag selten in den Genuss einer gründlichen Durchspülung kommen, also der Haut und des Unterhautgewebes – der Körper wird entschlackt, das Hautbild kann verbessert werden.<BR />Durch die Kälte nach der Sauna – durch eine kalte Dusche, Eintauchen im kalten Becken und dem Gang ins Freie – werden mehr Abwehrzellen gebildet und das Immunsystem gestärkt.<BR /><BR />Aber Achtung: Wenn sich eine Erkältung durch Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Gliederschmerzen bemerkbar macht, dann ist ein Saunagang keine gute Idee mehr. Der Körper braucht dann Ruhe und Erholung anstatt zusätzlicher Belastung.<h3> Woher kommt die Sauna?</h3>Das Wort „Sauna“ kommt aus dem Finnischen, denn im hohen Norden ist diese Art des Schwitzbadens mit anschließender Abkühlung besonders verbreitet. Dabei haben die Finnen dieses angenehme Bad gar nicht erfunden, viele Kulturen kannten und kennen Schwitzbäder. Seit dem 17. Dezember 2020 ist die finnische Saunakultur aber ein Immaterielles Kulturerbe der UNESCO.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="977722_image" /></div> <h3> Finnische Sauna</h3>Sie ist ein Klassiker unter den Saunen: Der Saunaraum, der innen meistens mit Holz ausgekleidet ist, wird mit einem Ofen auf eine Lufttemperatur zwischen 80 °C und 100 °C erhitzt. Statt Holz- und Ölöfen werden heutzutage meist elektrische Öfen verbaut, weil diese einfacher und problemloser im Betrieb sind. Die Sitzbänke sind in 2 bis 3 Stufen angeordnet, wobei die Temperatur nach oben hin deutlich zunimmt.<BR />Um die Luftfeuchtigkeit und damit die gefühlte Temperatur in der Sauna zu erhöhen, wird Wasser auf die heißen Steine gegossen, die auf dem Saunaofen liegen: Das wird als Aufguss bezeichnet. Die Zugabe von ätherischen Ölen in den Aufguss sowie das Verteilen des Dampfes durch Luftschläge mit einem Handtuch sind im deutschsprachigen Raum und in Russland weit verbreitet, in Finnland dagegen selten, teilweise auch verpönt.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="977725_image" /></div> <BR /><BR />In manchen Wellness-Welten gibt es ganz besondere Aufgüsse, sogar Aufguss-Meisterschaften – der Fantasie scheinen da kaum Grenzen gesetzt. Und natürlich gibt es auch längst nicht mehr nur klassische „Holzboxen“ mit Tür als Sauna: Hotels locken auch mit Panoramasaunen mit tollen Ausblicken auf die Bergwelt… <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="977728_image" /></div> <h3> Dampfbäder</h3>Das Dampfbad (auch Nebelbad) ist eine Variante der Sauna mit niedrigerer Temperatur und höherer Luftfeuchtigkeit. Einige Betreiber versetzen den Dampf mit einem Duft, z. B. Eukalyptus. Dampfschwitzbäder wurden schon in der Antike erfunden. Dampfbäder gibt es in verschiedenen Formen. Dazu gehören Caldarium (römisches Dampfbad), Hamam (türkisches Dampfbad), Banja (russisches Dampfbad) oder Sento (japanisches Dampfbad),… und natürlich unzählige moderne Varianten.<h3> Feuchtes Warmluftbad</h3>Diese wird auch „Biosauna“ genannt, dort herrschen niedrigere Temperaturen als in der klassischen (finnischen) Sauna – in der Regel etwa 45–60 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 40–55 Prozent. Sie gilt als kreislaufschonender und wird häufig kombiniert mit Zugabe von ätherischen Ölen oder spezieller Beleuchtung (Lichttherapie). <BR />Es gibt aber noch zahlreiche moderne und fantasievolle Varianten der Sauna - von Heu-Sauna über Soledampfbäder und Infrarotkabinen bis zu Erlebnisduschen danach reicht die schier unüberschaubare Palette.<BR /><BR />