<BR /><BR />Der Mensch besteht aus rund 60 bis 80 Billionen Körperzellen – und alle sind auf den Stoffwechsel angewiesen, erklärt Prof. Ingo Froböse in seinem Buch „9 Regeln für einen optimalen Stoffwechsel“. Der Metabolismus, wie der Stoffwechsel in der Fachsprache heißt, verwandelt Sauerstoff, Wasser und Nahrung in jene Bausteine, die der Körper zum Leben benötigt. Er liefert Energie für Muskeln und Gehirn, repariert Gewebe, erneuert Zellen und ermöglicht Wachstum sowie Regeneration. Ohne diese unzähligen biochemischen Prozesse könnten wir weder denken noch laufen, lachen oder lieben, schreibt Prof. Froböse. Mehr noch: „Der Stoffwechsel entscheidet mit darüber, wie gesund wir altern.“<BR /><BR />Ein leistungsfähiger Stoffwechsel bis ins hohe Alter sollte deshalb das Ziel sein. Und darauf kann jeder Einfluss nehmen, betont der Sportwissenschaftler. Drei zentrale Stellschrauben spielen dabei eine Rolle: Bewegung, Ernährung und Regeneration. Mit den richtigen Gewohnheiten lasse sich der Organismus gesund und leistungsfähig halten, ist Froböse überzeugt. In seinem Buch beschreibt er neun alltagstaugliche Regeln, ergänzt durch Tests und praktische Übungen für jeden Tag. <BR /><BR /><BR /><b>1. Jeden Tag mindestens 30 Minuten bewegen</b><BR />Ein leistungsfähiger Stoffwechsel braucht aktive Körperzellen, und dafür ist vor allem die Muskelmasse entscheidend. Mehr Muskelmasse bedeutet mehr Bewegung. Ob Spaziergang, Radfahren oder Gartenarbeit: Wer sich täglich bewegt, hält Herz, Kreislauf und Muskulatur – und damit auch den Stoffwechsel – in Schwung.<BR /><BR /><BR /><b>2. Nicht länger als eine Stunde am Stück sitzen</b><BR />Langes Sitzen bremst den Energieverbrauch und macht krank. Deshalb empfiehlt Froböse, regelmäßig aufzustehen, ein paar Schritte zu gehen, sich kurz zu dehnen oder die Treppe statt den Aufzug zu benutzen. Jede noch so kleinste Alltagsbewegung hilft dabei, die Zellen mit frischem Blut, Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. <BR /><BR /><BR /><b>3. Mit Ausdauertraining die Zellkraftwerke stärken</b><BR />Ausdauerbewegung aktiviert die Mitochondrien, die „Kraftwerke“ der Körperzellen. Sie sorgen dafür, dass Nährstoffe effizient in Energie umgewandelt werden. Dabei gehe es laut Prof. Froböse nicht darum, einen Marathon zu laufen, sondern um moderates Training nach dem Motto „Laufen, ohne zu schnaufen“. Sein Tipp: Ob Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen – man sollte sich nebenbei noch bequem unterhalten können. <BR /><BR /><BR /><b>4. Muskeln aufbauen und erhalten</b><BR />Die Muskulatur ist das wichtigste Stoffwechselorgan des Körpers. Je mehr aktive Zellen ein Organismus habe, desto leistungsfähiger sei er, betont Prof. Froböse. Deshalb ist ein ausgewogenes Verhältnis von Muskel- zu Fettmasse entscheidend. Für den Sportwissenschaftler sollte der Muskelanteil am Körpergewicht 40 bis 50 Prozent bei Männern und 25 bis 35 Prozent bei Frauen betragen. Krafttraining sei deshalb ein zentraler Baustein für einen gesunden Stoffwechsel.<BR /><BR /><BR /><b>5. Im Biorhythmus essen</b><BR />Der Körper folgt einer inneren Uhr. Regelmäßige Mahlzeiten und feste Tagesabläufe helfen, Stoffwechselprozesse zu stabilisieren. Prof. Froböse empfiehlt morgens komplexe Kohlenhydrate und Fette, mittags eine ausgewogene Mischung aus Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen sowie Vitaminen und Mineralien, während abends der Fokus auf Proteinen liegen sollte. <BR /><BR /><BR /><b>6. Nur so viel essen, wie die Zellen verbrauchen</b><BR />Entscheidend ist die Energiebalance. Wer dauerhaft mehr Kalorien aufnimmt als der Körper verbraucht, belastet den Stoffwechsel und fördert die Gewichtszunahme. Überschüssige Energie wird häufig als Fett gespeichert.<BR /><BR /><BR /><b>7. Ausreichend Wasser trinken</b><BR />Wasser wird für nahezu alle Stoffwechselvorgänge benötigt. Schon ein leichter Flüssigkeitsmangel kann die Leistungsfähigkeit und die Konzentration beeinträchtigen. Prof. Ingo Froböse empfiehlt täglich mindestens 30 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Bei 60 Kilogramm entspricht das 1,8 Liter. <BR /><BR /><BR /><b>8. Auf genügend Schlaf achten</b><BR />Während der Nacht laufen wichtige Reparatur- und Regenerationsprozesse ab. Schlafmangel kann den Hormonhaushalt und den Energieverbrauch negativ beeinflussen und langfristig ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen. <BR /><BR /><BR /><b>9. Regelmäßig Pausen machen</b><BR />Nicht nur Aktivität hält den Körper gesund. Auch Erholung gehört zum Stoffwechsel-Programm nach Prof. Froböse. Der Körper braucht Ruhephasen, um sich anzupassen, zu regenerieren und langfristig gesund zu bleiben.<BR /><BR /><BR /><b>Buch-Tipp:</b><BR />Prof. Ingo Froböse, „9 Regeln für einen optimalen Stoffwechsel. Fit, schlank und gesund in wenigen Schritten“; Ullstein-Verlag, im Handel für 14,30 Euro erhältlich.