Topfen, Kamille und Aloe, was hat es mit ihrer Wirkung bei Sonnenbrand auf sich? <BR /><BR /><BR />Sommerliche Temperaturen im Frühling sind wir mittlerweile ja schon gewöhnt. Trotzdem denkt kaum einer an Sonnenschutz, bevor es nicht zu einem schmerzhaften Brand kommt. Deshalb möchten wir, passend zur Jahreszeit, erstens ans Herz legen, dieses Jahr vielleicht doch von Anfang an die Haut zu schützen und zweitens aufdecken, wie gängige Hausmittel gegen Sonnenbrand wirken. <h3> Was passiert bei einem Sonnenbrand?</h3>Kurzwellige Strahlung aus dem Sonnenlicht kann für unsere Haut sehr schädlich sein. Symptome bei übermäßigem Kontakt sind Rötung, Schmerz und Schwellung. In schwereren Fällen kann es sogar zu Blasenbildung und nicht regenerierbarer Gewebszerstörung kommen. Tatsächlich kommt es im Rahmen der Verbrennung zu einer Entzündungsreaktion. <BR /><BR />Da es einiges an Zeit benötigt, bis sich die Entzündung der Haut bemerkbar macht (ca. 7 Stunden), bemerken wir einen Sonnenbrand meistens erst, wenn das Sonnenbad schon längt vorbei ist. Die Verbrennungen ersten oder zweiten Grades heilen meist zwar innerhalb einer bis zwei Wochen narbenlos ab, sind aber sehr unangenehm.<h3> Quark bei Sonnenbrand</h3>In der Anfangsphase, also in den ersten ein bis zwei Tagen, wird Kühlung der betroffenen Hautstellen als sehr angenehm empfunden. Es kommt zu Schmerzlinderung und Abschwellung. Altbewährte Hausmittel hierfür sind Quark (=Topfen) und Joghurt. Die Milchprodukte werden frisch aus dem Kühlschrank auf ein dünnes Tuch oder einen Stoff auftragen und so auf die entzündeten Stellen gelegt. <h3> Aloe Vera Gel</h3>Neben Joghurt und Quark ist Aloe Vera das zweite allseits bekannte Sonnenbrand-Hausmittel. Die Aloe vera, auch Aloe barbadensis genannt, enthält ein kühlendes Gel, welches Bestandteil zahlreicher After Sun Produkte ist. Tatsächlich haben mehrere Studien eine entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Wirkung des Gels bei Sonnenbrand bestätigt. <BR /><BR />Da das Gel chemisch nicht eindeutig typisiert werden kann und wir auch noch nicht ganz sicher sind, welche Bestandteile aus dem Gel genau wirksam sind, können wir nicht bei jedem Gel voraussagen, ob es wirkt oder nicht. Das ist wohl der Grund weshalb es bisher von pflanzenheilkundlichen Kommissionen trotz positiv verlaufener klinischer Studien keine Indikation bei Sonnenbrand bekommen hat. Wer Aloe im Garten hat, kann dennoch versuchen, leichte Sonnenbrände damit zu behandeln: Das Gel einfach aus den Blättern drücken und frisch auftragen. <h3> Aloe Zellsaft</h3>Bei Sonnenbrand kann neben dem Gel auch der Zellsaft aus den Frischblättern von Aloe Vera (= Aloe barbadensis) und Aloe capensis verwendet werden. Beim Abschneiden eines Blattstücks rinnt dieser dünnflüssig aus der Blattwunde heraus. Man kann ihn in einem Glas auffangen, wenn man die Blattstücke senkrecht hineinstellt. In ihm sind unbekannterweise stark entzündungshemmende Stoffe enthalten. Der Saft kann in etwas Feuchtigkeitscreme (keine fettigen Salben!) gelöst und so auf den Sonnenbrand aufgetragen werden. <BR /><BR />Da es nicht ganz sicher ist, ob der Zellsaft wirksame Bestandteile des Gels von Aloe zerstört, sollte man beides unabhängig voneinander aus den Frischblättern gewinnen und auftragen. <BR /><BR /><BR /><BR /><BR />ZUR PERSON<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="731480_image" /></div> <BR />Yvonne Vorhauser ist gebürtige Brixnerin und Wahlwienerin. In ihrem Pharmaziestudium kam sie erstmals mit der Naturheilkunde in Kontakt und seitdem ist sie begeisterte Kräuterhexe. <BR />Hintergrundwissen über die Chemie der Inhaltsstoffe und die Gabe, Informationsquellen kritisch zu hinterfragen, helfen ihr dabei, wirksame Pflanzen von unwirksamen zu unterscheiden. <BR />Auf ihrem eigenen Blog <a href="https://oktotussi.com" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Oktotussi </a> schreibt Yvonne über Naturheilmittel, essbare Wildpflanzen und Weitwanderungen – ihre drei Leidenschaften. Auch auf <a href="https://www.instagram.com/oktotussi/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Instagram </a> ist die Oktotussi aktiv. Hier hält sie Follower über alle neuen Artikel am Blog informiert, gibt ab und an kleine Kräuterwanderungen und teilt Wildkräuterrezepte.