Auch bei Kopfschmerzen kann man auf Naturheilmittel zurückgreifen!<BR /><BR /><BR />Zwei Drittel aller Menschen leiden ab und zu an Spannungskopfschmerzen. Üblicherweise werden synthetische Medikamente dagegen eingenommen oder, auch sehr häufig, der Schmerz wird einfach durchgestanden. Schließlich will man sich ja nicht bei jedem Wehwehchen der Pharma unterwerfen. Das sind aber nicht die einzigen beiden Möglichkeiten die es gegen Kopfschmerzen gibt. Auch natürliche Hausmittel können Patienten helfen. <h3> Was sind Spannungskopfschmerzen?</h3>Bei Spannungskopfschmerzen handelt es sich um die häufigste Form von Kopfschmerzen. Sie sind im Gegensatz zur Migräne, wo der Schmerz als klopfend bis bohrend wahrgenommen wird, dumpf bis ziehend. Außerdem treten sie meist beidseitig und konstant auf. Ihre Ursache ist üblicherweise schwer zu ermitteln und wird bei chronischem Auftreten über ein Schmerztagebuch ermittelt. Sie kann bei Stress oder seelischer Belastung, bei verschiedensten Infektionen, aber auch bei Gefäßveränderungen liegen. <h3> Therapie mit Pfefferminzöl</h3>Ein hilfreiches und sehr einfach anwendbares Hausmittelchen bei Kopfschmerzen ist das ätherische Pfefferminzöl. Im Verhältnis 1:10 mit einem Trägeröl verdünnt (also ein Tropfen ätherisches Öl und 10 Tropfen Olivenöl beispielsweise), wird es auf die Schläfen aufgetragen und bestenfalls ein bisschen einmassiert. Die Wirkung des Öls erfolgt zum Ersten über die Erregung der Kälterezeptoren in der Haut und den damit einhergehenden Kältereiz. Dieser wiederum hemmt die Schmerzweiterleitung. Weiters vermutet man einen Effekt im Zentralnervensystem, wo es die kleinen Moleküle des ätherischen Öls auch hinschaffen. Dieser bringt eine Reduzierung der Schmerzwahrnehmung mit sich.<h3> Therapie mit Weidenrinde</h3>Weidenrinde ist wohl das der Menschheit am längsten bekannte Schmerzmittel. Bevor wir synthetische Arzneien hatten, griffen wir häufig auf Tee aus Purpurweiden- oder Silberweidenrinde zurück. Auch heute ist das eine Möglichkeit für alle, die Kopfschmerzen lieber natürlich behandeln. Da der Wirkeintritt aber erst nach 3 bis 4 Stunden erfolgt, eignet sich der Tee eher für unter chronischen Schmerzen Leidende und Geduldige.<BR />Ein interessanter Fakt zur Weidenrinde ist, dass der enthaltene Wirkstoff Salicylsäure, einer der ersten aus einer Pflanze isolierten und anschließend chemisch veränderten Stoffe war. Die auf diese Weise halbsynthetisch hergestellte Acetylsalicylsäure ist heute in vielen gängigen Schmerzmitteln (z.B. Aspirin) enthalten und wirkt im Gegensatz zur Weidenrinde bereits nach 20 Minuten. <h3> Kopfschmerz aufgrund seelischer Belastung</h3>Bei Spannungskopfschmerzen, die durch seelische Belastung entstehen, kann eine Änderung der Lebensführung Wunder wirken. Morgendliche, kurze Spaziergänge an der frischen Luft, Meditationen, ein bewussteres Essverhalten, entspannende Vollbäder, Sport oder Massagen sind alles Möglichkeiten der Anspannung im Kopf entgegen zu wirken. Wer lieber auf den pflanzlichen Arzneischatz zurückgreift, könnte es mal mit Johanniskraut (Hypericum perforatum) versuchen. Nach einer regelmäßigen Einnahme über zwei Wochen entfalten dessen Wirkstoffe im Körper eine antidepressive und damit entspannende Wirkung. Da es zu Interaktionen mit anderen Medikamenten kommen kann, sollte eine Einnahme mit dem Arzt abgeklärt werden.<BR /><BR /><BR />ZUR PERSON<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="731480_image" /></div> <BR />Yvonne Vorhauser ist gebürtige Brixnerin und Wahlwienerin. In ihrem Pharmaziestudium kam sie erstmals mit der Naturheilkunde in Kontakt und seitdem ist sie begeisterte Kräuterhexe. <BR />Hintergrundwissen über die Chemie der Inhaltsstoffe und die Gabe, Informationsquellen kritisch zu hinterfragen, helfen ihr dabei, wirksame Pflanzen von unwirksamen zu unterscheiden. <BR />Auf ihrem eigenen Blog <a href="https://oktotussi.com" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Oktotussi </a> schreibt Yvonne über Naturheilmittel, essbare Wildpflanzen und Weitwanderungen – ihre drei Leidenschaften. Auch auf <a href="https://www.instagram.com/oktotussi/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Instagram </a> ist die Oktotussi aktiv. Hier hält sie Follower über alle neuen Artikel am Blog informiert, gibt ab und an kleine Kräuterwanderungen und teilt Wildkräuterrezepte.