Mittwoch, 21. Februar 2018

Stress nicht als Feind ansehen

In Urzeiten war Stress überlebenswichtig. Auch heute kann Stress etwas Positives sein – etwas, das einen antreibt und zu Höchstleistungen anspornt. „Betrachten Sie den Stress als Freund, nicht als Feind“, sagte Mona Henken-Mellies, Coach aus Nürnberg, auf der Bildungsmesse Didacta. Negativ wird Stress erst, wenn er überhand nimmt. „Er darf uns nicht dominieren.“

Stress ist positiv. Er darf nur nicht die Überhand nehmen.
Stress ist positiv. Er darf nur nicht die Überhand nehmen. - Foto: © shutterstock

Das hängt allerdings auch mit der inneren Einstellung zusammen. Stress an sich ist nicht das Problem. Zum Problem wird er, wenn er sich zu sehr anstaut. Das sei wie bei einem Luftballon, veranschaulichte die Expertin es auf der Messe. Wenn man jedes Mal hineinpustet, wenn man sich über etwas ärgert, ist der Ballon bald zum Bersten gefüllt.

Ein Mittel dagegen: positiv denken und nicht nur auf das Negative schauen. Oder auf den Luftballon übertragen: nicht krampfhaft am angestauten Ärger festhalten, sondern innerlich loslassen – dann entweicht der angestaute Stress wie die Luft aus dem Ballon.

Atemübung um Dampf abzulassen 

Ein Weg, um Dampf abzulassen, sei die 4-4-4-Atemübung, erklärte Henken-Mellies. Sie geht so: 4 Mal betont langsam ein- und wieder ausatmen. Das Ganze 4 Minuten lang wiederholen. Die Atemzüge können dabei 4 Sekunden lang sein – wenn jemand es länger schafft, umso besser.

dpa

stol