Dienstag, 03. Januar 2017

Südtirols Allgemeinärzte formieren sich neu

Die SüGAM, die Südtiroler Gesellschaft für Allgemeinmedizin, hat ihren neuen Vorstand gewählt. Brigitte Innitzer von Lutterotti wurde für die kommenden drei Jahre als Präsidentin bestätigt.

1994 gegründet, gehören der SüGAM heute 220 der insgesamt 284 konventionierten Südtiroler Allgemeinärzte an.
1994 gegründet, gehören der SüGAM heute 220 der insgesamt 284 konventionierten Südtiroler Allgemeinärzte an. - Foto: © shutterstock

Die SüGAM hat ihren neuen Vorstand gewählt. Brigitte Innitzer von Lutterotti wurde für die kommenden drei Jahre als Präsidentin bestätigt. Als Stellvertreter stehen ihr Martin Braun und Enzo Bertamini zur Seite, schreibt die Gesellschaft am Dienstag in einer Aussendung.

Hausärztliche Patientenversorgung kontinuierlich verbessern

1994 gegründet, gehören der SüGAM heute 220 der insgesamt 284 konventionierten Südtiroler Allgemeinärzte an. Das Ziel sei heute dasselbe wie damals, schreibt SüGAM in seiner Aussendung - und zwar „die kontinuierliche Verbesserung der hausärztlichen Patientenversorgung“. Dafür habe die SüGAM in Südtirol in den vergangenen Jahren sieben internationale und hochkarätig besetzte Kongresse für Allgemeinmedizin organisiert.

„Beruflich und persönlich ständig weiterentwickeln“

Vor allem aber organisiere die SüGAM ganzjährig Aus- und Weiterbildungen. „Der Beruf des Hausarztes ist fachlich extrem abwechslungsreich aber auch anspruchsvoll. Entsprechend wichtig ist es, dass wir uns sowohl beruflich als auch persönlich ständig weiterentwickeln. Das gelingt nur, indem wir in den verschiedenen Fachgebieten auf dem neuesten Stand sind und Zugang zur Allgemeinmedizinischen Forschung haben“, so die Präsidentin Brigitte Innitzer von Lutterotti.

„Können unsere Neutralität bewahren“

Auch für 2017 konnte die SüGAM eine Konvention mit dem Assessorat für Gesundheitswesen abschließen. „Damit können wir unsere Neutralität bewahren und unseren Mitgliedern Fort- und Weiterbildungen bieten, die von Pharmafirmen unabhängig sind“, so die Präsidentin.

Entlastung der Krankenhäuser

Der neue Landesgesundheitsplan 2016-2020 setzte, so SüGAM in seiner Aussendung, gezielt auf eine Stärkung des Territoriums und somit auf eine Stärkung der Allgemeinmedizin, der Hauskrankenpflege und der Hauspflege.

„Wir können einen wertvollen Beitrag zur Entlastung der öffentlichen Krankenhäuser leisten. Schließlich können wir direkt in unseren Praxen sehr viele Untersuchungen durchführen. Damit ein Patient bei bestimmten Beschwerden erst gar nicht einen Facharzt konsultieren muss und lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss“, so Innitzer von Lutterotti.

Um darauf bestmöglich vorbereitet zu sein, sind auch im laufenden Jahr eine Reihe von praxisnahen Fortbildungen geplant. In den fünf Sektionen des Landes werden Fachärzte der Krankenhäuser aber auch internationale Referenten ihr Wissen zu verschiedenen Krankheitsbildern weitergeben.

Begleitung durch schwierige Lebensphasen

Ob bei den Sprechstunden in den Praxen oder bei Hausbesuchen, Südtirols Hausärzte sind rund um die Uhr für ihre Patienten da, schreibt die Gesellschaft am Dienstag. Über Jahre hätten sie ein Vertrauensverhältnis zum Patienten und seiner Familie aufgebaut. Damit übernehmen sie im sanitären System eine enorm wichtige Rolle.

„Durch schwierige Lebensphasen begleiten“

„Wir Hausärzte kennen teilweise von klein auf die Lebens- oder Krankengeschichte unserer Patienten. Dadurch können wir sie nicht nur gut behandeln sondern auch durch schwierige Lebensphasen begleiten“, meinte die Präsidentin der SüGAM.

Südtirols Hausärzte würden sich also nicht nur auf biologische und somatische Aspekte eines Problems fokussieren, sondern könnten in Gesprächen auch eine wertvolle Stütze bei psychischen oder familiären Problemen sein. 

stol

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