Montag, 02. März 2020

Tut Fasten gut?

Am Aschermittwoch, beginnt traditionell die Fastenzeit. Fasten – meist meint man damit das Heilfasten – ist der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für eine begrenzte Zeit. Die Verbraucherzentrale Südtirol hat die wichtigsten Punkte zusammengefasst, die es dabei zu beachten gilt.

Auch beim Fasten sollte man bestimmte Regeln beachten.
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Auch beim Fasten sollte man bestimmte Regeln beachten. - Foto: © shutterstock
„Für den Körper und den Geist kann das Fasten eine wohltuende Pause vom Überfluss sein“, weiß Silke Raffeiner, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS). „Dabei ist es wichtig, ein paar grundlegende Dinge zu beachten, zum Beispiel sollte nur fasten, wer gesund ist.“

Kinder, alte Menschen, schwangere und stillende Frauen, Personen mit Untergewicht und kranke Menschen sollten nicht oder allenfalls unter ärztlicher Aufsicht fasten.

Heilfasten ist nicht gleich Nulldiät

Wer das 1. Mal fastet, sollte dies höchstens 5 Tage lang machen. Wer schon Erfahrung hat, kann bis zu 10 Tage lang fasten.
Idealerweise bereitet man den Körper durch einen oder 2 Entlastungstage vor. Am 1. Fasttag wird eine Darmreinigung empfohlen. Nach dem letzten Fasttag sollte man behutsam wieder mit dem Essen beginnen, mit wenig und leicht verdaulicher Nahrung.

Heilfasten sei keine Nulldiät, betont die VZS. Täglich sollten 250 bis 500 Kilokalorien zugeführt werden, um den Abbau von Muskelmasse zu vermeiden.
Während des Fastens ist es wichtig, viel zu trinken: Wasser, ungesüßten Tee, dünne Gemüsebrühe oder stark verdünnte Obst- und Gemüsesäfte.

Fasten ist als Abnehmdiät nicht geeignet

Stress sollte möglichst vermieden werden und Zeit für Entspannung und für moderate körperliche Aktivität zur Verfügung stehen.
Am Beginn des Fastens, üblicherweise am 2. und 3. Tag, können Kopfschmerzen, leichter Schwindel, schlechte Laune und Schlafschwierigkeiten auftreten.

„Fasten wird nicht als Abnehmdiät empfohlen“,sagt Silke Raffeiner (VZS). Es führe zwar zu einer vorübergehenden Gewichtsabnahme, ohne eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten sei danach aber schnell wieder das alte Gewicht erreicht.

Fasten kann einen hohen Blutdruck, hohe Cholesterin- oder Blutzuckerwerte senken und entzündungshemmend wirken. Bei bestimmten Erkrankungen wie Rheuma, Bluthochdruck oder metabolischem Syndrom kann Fasten – unter ärztlicher Begleitung – als Therapie sinnvoll sein.


stol

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