Dass ein gesunder Lebensstil das Leben verlängert, ist zugegebenermaßen eine Binsenweisheit. Vor kurzem aber wurde diese Binsenwahrheit wissenschaftlich belegt. US-amerikanische Forscher konnten im Rahmen einer Langzeitstudie 8 Faktoren bestimmen, die quasi den Schlüssel für ein langes Leben bergen. Befolge man diese 8 Faktoren, könne man als Mann bis zu 24 und als Frau bis zu 21 Jahre länger leben.<BR /><BR />Anhand der Daten von 700.000 US-Veteranen im Alter von 40 bis 99 Jahren stellte das Forschungsteam um Xuan-Mai Nguyen von der University of Illinois fest, dass Menschen, die ab ihrem 40. Lebensjahr alle oder zumindest Teile der oben genannten Faktoren befolgen, länger leben. <h3> Nie zu spät für ein gesundes Leben</h3>Xuan-Mai T. Nguyen, Gesundheitswissenschaftlerin im Ministerium für Veteranenangelegenheiten und Medizinstudentin am Carle Illionois College of Medicine war „überrascht, wie viel man mit der Übernahme von einem, 2, 3 oder allen der 8 Lebensstil-Faktoren erreichen kann.“ Der Effekt sei umso größer, je früher man sich an die 8 Faktoren halten würde. Zu spät dafür sei es aber nie: Auch „nur eine kleine Veränderung“ wirke sich mit 50 oder 60 noch positiv auf die Langlebigkeit aus.<BR /><BR />Der Schlüssel für ein gesundes Leben liege laut Studie in den folgenden 8 Faktoren: <b>Körperliche Aktivität, Nichtrauchen, Gutes Stressmanagement, Gesunde Ernährung, Keine Sucht, Kontrollierter Alkoholkonsum, ausreichend Schlaf und Soziale Beziehungen.</b><h3> Die stärksten Faktoren</h3>Das Nichtrauchen, der Verzicht auf regelmäßigen Opiat-Konsum und körperliche Aktivität würden laut Studie den größten Unterschiede bei der Langlebigkeit machen - Ein 30 bis 45 Prozent niedrigeres Sterberisiko. <BR />Wer hingegen genügend Schlaf bekommt und sein Trinkverhalten unter Kontrolle habe, könne sein Sterberisiko um 20 Prozent verringern. Den geringsten Effekt hätten tatsächlich bei sozialen Beziehungen. Diese konnten das Sterberisiko um 5 Prozent senken. Diese 8 Lebensstil-Faktoren wirken sich aber auch positiv auf das Risiko aus, an Herzleiden oder chronischen Krankheiten wie Typ-2-Diabetes zu erkranken.