Samstag, 07. November 2015

Um Verletzte sicher im Griff zu haben

Das Weiße Kreuz hat eine Serie von Videos produziert, die dem Bürger zeigen, was er in welchem Notfall zu tun hat. Unter dem Titel "Was tun bei..." präsentieren STOL und "Dolomiten" jeden Samstag eines dieser Videos bzw. die entsprechenden Erste-Hilfe-Maßnahmen. Im dritten Teil dieser gemeinsamen Initiative vom Weißem Kreuz, STOL und "Dolomiten" geht es um den Rettungs- bzw. Rautekgriff.

Dank dem Rettungsgriff oder Rautekgriff kann man Verletzte relativ einfach aus der Gefahrenzone bergen. (Foto: Screenshot Video Weißes Kreuz)
Dank dem Rettungsgriff oder Rautekgriff kann man Verletzte relativ einfach aus der Gefahrenzone bergen. (Foto: Screenshot Video Weißes Kreuz)

Mit dem Rettungsgriff werden Personen aus einem Gefahrenbereich geborgen. Der nach seinem Erfinder Franz Rautek benannte Rautekgriff wird im 3. Teil der Serie „Was tun bei...“ von „Dolomiten“, STOL und Weißem Kreuz erklärt.

Beim Rettungsgriff steht der Helfer hinter dem sitzenden Verunglückten, greift unter dessen Achseln hindurch und umfasst den quer vor die Brust gelegten Unterarm des Verletzten. Dabei wird der Unterarm nicht zangenartig umgriffen, sondern der Daumen greift im Affengriff auf derselben Seite wie die anderen vier Finger.

Der Patient kann dann angehoben und rückwärtsgehend, auf einem Oberschenkel des Helfers gesichert, aus dem Gefahrenbereich gezogen werden (siehe Video). Da die Anwendung nur aus sitzender Position möglich ist, müssen liegende Verunglückte zunächst aufgerichtet werden.

Wichtig: Der Rettungsgriff ist nur dann anzuwenden, wenn sich die Person in einer für sie lebensgefährlichen Situation befindet und andere sicherere Transportformen nicht möglich sind.

stol

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