<b>Von Eva Huber</b><BR /><BR />Der Begriff „Stress“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Anspannung oder Druck. Er bezeichnet eine körperliche und psychische Reaktion auf Belastungen aus der Umwelt. In der Fachsprache werden diese Belastungen als „Stressoren“ bezeichnet.<BR /><BR />Solche Stressoren können z.B. Gefühle der Überforderung, Zeitmangel oder Konkurrenzdruck sein. Diese lösen dann körperliche Reaktionen wie Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden aus. Psychische Reaktionen auf Stress sind z.B. Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafprobleme, Reizbarkeit oder das Gefühl von Angst. Stressoren sind sehr individuell.<BR /><Initiale_2Z></Initiale_2Z><BR /><BR />Was bei den einen Stress auslöst, kann für andere Motivation oder Vergnügen sein. So ist für manche Menschen Shoppen eine schöne Freizeitbeschäftigung, für andere wiederum sind die vielen Regale, die große Auswahl und die Menge an Menschen pu<?TrVer> rer Stress.<BR /><BR /><h3> Es gibt auch positiven Stress, der motivieren kann</h3>Stress ist nicht nur negativ behaftet. Allgemein wird zwischen zwei Stressformen unterschieden. So bezeichnet der Begriff „Eustress“ die positive Form von Stress. Positiv deshalb, da der oder die Betroffene durch die stressreichen Situationen angespornt wird und positive Gefühle erlebt. Die Konzentration und die Leistungsbereitschaft werden erhöht, man erledigt die Tätigkeit mit großer Motivation. Dies kann z.B. die Planung der eigenen Hochzeit sein.<h3> Was bei Stress im Körper passiert</h3>Erleben wir Stress, so kommt es zu verschiedenen körperlichen Veränderungen. Es werden typische Stresshormone wie Adrenalin und Dopamin ausgeschüttet. Der Herzschlag und die Atemfrequenz nehmen zu. Andere, nicht lebenswichtige Abläufe, wie z.B. die Verdauung, werden zurückgefahren. Dadurch wird der Körper mit mehr Sauerstoff versorgt, wir sind leistungsstärker, können uns besser konzentrieren, und dem Körper gelingt es so, sich auf das Wesentliche bestmöglich zu fokussieren.<BR /><BR />Halten die Stressoren aber für längere Zeit an oder können sie nicht in eine positive Form umgewandelt werden, kippen diese körperlichen Veränderungen ins Negative. Die körperliche Energie nimmt ab, man kann sich nicht mehr so gut konzentrieren und man ist nicht mehr so leistungsstark. Dies kann wiederum das Stressempfinden erhöhen, wodurch ein Teufelskreis ausgelöst wird.<h3> Das Gefühl der Hilflosigkeit</h3>Die negative Form von Stress bezeichnet man als „Disstress“. Dieser ist meist mit dem Gefühl der Hilflosigkeit verbunden. Betroffene haben oft den Eindruck, dass sie der Situation nicht gewachsen sind und ihnen die Fähigkeiten fehlen, die stressreiche Situation positiv zu bewältigen. <BR /><BR />Nicht selten lösen Schulprobleme Stressreaktionen aus, die für wei<?TrVer> teren Stress in der Schule und in der Familie sorgen. Stressreaktionen im Schulalter sind vielfältig, wie Kopf- und Bauchschmerzen, Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit, bis hin zu Schulangst. Wichtig ist es, das Kind und die Symptome ernst zu nehmen. Es bildet sich die Symptome nicht ein. Auch wenn es das Problem nicht löst, es hilft und entlastet bereits sehr, wenn das Kind die Sorgen und Befürchtungen aussprechen kann und das Gefühl verspürt, ernst genommen zu werden.<BR /><BR /><h3> Mit Stress besser umgehen</h3>Stressreaktionen können aber auch vermindert und wieder abgebaut werden. Als erster Schritt ist dabei wichtig, gemeinsam mit dem Kind herauszufinden, was den Stress auslöst. Dies kann man, indem man den Tag reflektiert und Antworten auf die Frage aufschreibt: „Was hat mich heute gestresst und was könnte ich das nächste Mal anders machen?“ Häufig löst die äußere Umwelt ein inneres Stressgefühl aus.<BR /><BR />Deshalb kann es bereits hilfreich sein, das Zimmer aufzuräumen – äußere Ordnung schaffen, um innere Ordnung zu finden. Ein nächster Schritt kann sein, dass man sein Kind darin unterstützt, sich einen Überblick über die gestellten Aufgaben zu verschaffen. Aufgaben können z.B. nach den Kriterien „Was muss ich bis wann schaffen? Was kann ich allein und wo brauche ich Unterstützung?“ geordnet werden. <BR />Sehr wichtig und unverzichtbar sind Pausen. Sport, Musik und positive Sozialkontakte reduzieren Stresssymptome und helfen, neue Energie zu tanken. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1035324_image" /></div>