Dass der Tabakkonsum in den vergangenen Jahren rückläufig ist, hängt mit mehreren Faktoren zusammen. Zum einen mit der langjährigen Aufklärung, dem Preis und dem Trend hin zu einem gesunden Lebensstil.<BR /><BR /> Das Problem ist, dass neuartige Nikotinprodukte in der genannten Astat-Studie nicht berücksichtigt werden. „Die Industrie stellt nicht mehr den Tabak, sondern das Nikotin ins Zentrum“, so Koler. Laut Direktor des Forum Prävention spricht eine absurde Entwicklung, da Aufklärungsarbeit bezüglich der alten Produkte wie Zigaretten betrieben wird, die neuen allerdings gar nicht berücksichtigt werden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1034970_image" /></div> <BR /><BR />Über die Entwicklung des Nikotinkonsums macht sich auch Dr. Antonio Triani, der Direktor des Pneumologischen Dienstes im Sanitätsbetrieb, Sorgen. „Die neue Art des Rauchens ist leider noch nicht so gut erforscht, aber man kann sich sicher sein, dass auch sie schädlich ist“, betont Dr. Triani. Ein großes Problem sei, dass deren Schädlichkeit von vielen unterschätzt werde. Dr. Triani empfiehlt, sich unter der Nummer 0471/90 96 15 professionelle Hilfe zu holen. Viele Jugendliche sehen in der Zigarette oder im Vape ein Mittel der Stressreduktion, vergessen aber, dass es hierfür weit sinnvollere Möglichkeiten gebe.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1034973_image" /></div> „Es ist ein Irrglaube zu denken, dass die Zigarette den Stress bekämpft“, sagt <b>Samuel Warasin</b> aus Eppan. „Gewöhnt man sich das Rauchen einmal an, löst die Zigarette den Stress doch erst aus.“ Als Raucher ist er sich der Risiken durchaus bewusst, denen er ausgesetzt ist. Diese blendet er laut eigener Aussage allerdings unbewusst aus, da die schlimmen Folgen erst mit dem Alter ersichtlich werden. Deshalb hat Samuel noch noch nie versucht, mit dem Rauchen aufzuhören.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1034976_image" /></div> Die soziale Komponente des Rauchens sei nicht wegzudenken, gibt <b>Anna Steinegger</b> aus Meran zu bedenken, auch wenn sie vom Rauchen „nicht viel hält“. Ob in der Raucherpause bei der Arbeit oder der gemeinsamen Zigarette auf einer Feier – der Gruppenaspekt sei stark. „Ich glaube, dies ist einer der Gründe, weshalb geraucht wird, auch wenn man über die vielen Risiken Bescheid weiß“, sagt die 20-Jährige.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1034979_image" /></div> „Viele beginnen mit dem Rauchen, da sie denken es sei ‚cool‘“, sagt <b>Benedikt Gramm</b> aus Eppan. „Wird das Rauchen erst einmal zur Sucht, merkt man schnell, dass Zigaretten nicht mehr überflüssig sind.“ Laut dem 22-jährigen sei es am besten, mit dem Rauchen gar nicht erst anzufangen, da es äußerst schwierig sei, wieder damit aufzuhören, ist er überzeugt. <BR /><BR /><BR />DAS SAGT DER PSYCHOLOGE<BR /><BR />Manuel Schmelzer<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1034982_image" /></div> <BR /><BR /><b>Warum raucht man?</b><BR />Manuel Schmelzer: Rauchen vermittelt kurzfristig ein gutes Gefühl, es beruhigt das Herz-Kreislauf-System und entspannt. Man belohnt sich sozusagen – kurzfristig. <BR /><BR /><b>Aber jeder weiß, dass Rauchen schadet. Warum hält das Wissen um das Risiko nicht davon ab?</b><BR />Schmelzer: Unser Gehirn hat verschiedene Bereiche. Langfristig denken wir logisch und vernünftig. Kurzfristig stehen Belohnung und Stimulation im Vordergrund – und der langfristig denkende Bereich wird einfach ausgeblendet. <BR /><BR /><b>Wie kann man sein Gehirn dann im Sinne der Gesundheit „austricksen“?</b><BR />Schmelzer: Mit einer hohen Motivation, etwa bei Schwangeren, geht es leichter. Wer es alleine nicht schafft, kann sich psychologische Hilfe holen.