Jeden Tag sind sie da: der Spieldruck, der Nervenkitzel und die Hoffnung auf das große Geld. Oft führt eine Glücksspielsucht aber in den finanziellen Ruin. Und auch Beziehungen leiden, wenn das Zocken – online oder offline – den Alltag bestimmt.<BR /><BR />Die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt Tipps, wie Angehörige damit umgehen können, wenn einer ihrer Liebsten vom Glücksspiel nicht loskommt.<BR /><BR /><b>1. Glücksspielsucht als Krankheit betrachten</b><BR /><BR />Die BZgA rät Angehörigen, sich klarzumachen, dass Glücksspielsucht eine offiziell anerkannte Krankheit ist. Und zwar eine mit großem Leidensdruck. Das mache es einfacher, die Betroffenen nicht zu verurteilen – auch wenn ihr Verhalten Schaden anrichtet.<BR /><BR /><b>2. Behutsam kommunizieren</b><BR /><BR />„Wie kannst du nur?“ Schnell passiert es, dass Angehörige Vorwürfe aussprechen. Die bringen Betroffene allerdings selten dazu, den Ausstieg aus dem Glücksspiel anzupacken.<BR />Besser ist: Die eigenen Sorgen thematisieren – und zwar ruhig, aber bestimmt. Angehörige können Spielsüchtige zudem motivieren, Hilfsangebote zu nutzen.<BR />Einen Überblick gibt es etwa auf dem Portal „www.check-dein-spiel.de“ der BZgA. Suchtberatungsstellen findet man im Suchthilfeverzeichnis der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.<BR /><BR /><b>3. Kein Geld verleihen</b><BR /><BR />So gern man den geliebten Menschen unterstützen möchte: Geld sollte man ihm oder ihr nicht leihen. Auch dann nicht, wenn es vermeintlich dafür gedacht ist, Schulden zu begleichen.<BR />Die BZgA weist darauf hin, dass es Spielsüchtigen schwerfällt, verantwortungsvoll mit Geld umzugehen. Mit der Folge, dass das Geld meist als Spieleinsatz endet – und der Teufelskreis weitergeht.<BR />