Die Internetnutzung steigt – in allen Altersgruppen. Besonders verletzlich sind die Jüngsten der Gesellschaft. „Ein bis 2 Jugendliche auf 10 vernachlässigen ihre sozialen Kontakte und entwickeln eine Sucht“, weiß die Primarin des landesweiten Dienstes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Dr. Donatella Arcangeli. <BR /><BR />Deshalb sei ein zu früher und zu intensiver Konsum von elektronischen Medien nicht zu empfehlen.„Es gibt mehr Abhängigkeiten und negative Begleiterscheinungen – auch ausgelöst durch intensiven Internetkonsum“, bestätigt auch der Psychologe Michael Reiner. Eine besondere Rolle spielen dabei die sozialen Medien. „Eine ‚Kultur der Likes, also des Zuspruchs, wird gefördert.“ Dadurch hätten viele junge Menschen Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen. <h3> Was Verbote bringen</h3>Sorgen über den Internetkonsum sollte man sich machen, wenn schulische Leistungen abnehmen oder das Kind gereizt und wütend reagiert. Das können erste Warnsignale einer Internetsucht sein.<BR /><BR /><embed id="dtext86-66901089_quote" /><BR /><BR />Sollte man den eigenen Kindern die Internetnutzung verbieten? „Nein“, sagen Fachleute. Sie empfehlen Eltern aber, den Internetkonsum ihrer Kinder im Auge zu behalten und zu reglementieren. „Haben Kinder unter 9 Jahren wirklich ein Bedürfnis im Internet zu surfen?“, fragt Dr. Arcangeli. Eltern interessieren sich, mit wem ihre Kinder unterwegs sind, genauso sollten sie den Internetkonsum ihrer Kinder hinterfragen. „Auch sollte man den eigenen Kindern ein Vorbild sein“, so Dr. Arcangeli.