Freitag, 15. Juli 2016

Zeckengefahr in Südtirol: Sanitätsbetrieb warnt

In den vergangenen Wochen sind in Südtirol vermehrt Zeckenstiche gemeldet worden - Vorsichtsmaßnahmen seien angeraten, so der Südtiroler Sanitätsbetrieb am Freitag.

Vorsicht Zecken heißt es besonders im Unterland und im Überetsch.
Vorsicht Zecken heißt es besonders im Unterland und im Überetsch. - Foto: © APA/EPA

FSME und Borreliose, es sind dies die Krankheiten, die schwerwiegende Folgen für Menschen haben können - beide können von Zecken übertragen werden. In den letzten Wochen soll es hierzulande zu vermehrten Zeckenstichen gekommen sein, so der Südtiroler Sanitätsbetrieb (Sabes) in einer Aussendung am Freitag. Besonders in den Überetscher und Unterlandler - am Fluss gelegenen - Gemeinden, ist besondere Vorsicht geboten: Hier ist das Zeckenaufkommen besonders hoch. Zeckenstiche wurden aber auch aus anderen Landesteilen gemeldet.

Zecke mit Pinzette entfernen

Laut Sabes sei es kein Problem sich im Freien aufzuhalten, Wegränder sollten allerdings vermieden werden. Ratsam seien zudem geschlossene Schuhe und Strümpfe, die über die Hosenbeine reichen, auch Insektensprays werden empfohlen. Wird eine Zecke entdeckt, so soll man laut Sabes diese unverzüglich mit einer Pinzette entfernen - die Zeit spielt hierbei eine wichtige Rolle. Der Sanitätsbetrieb rät: „Für das Entfernen reicht eine Pinzette: die Pinzette ganz hautnah ansetzen, die Zecke mittelstark einklemmen und mit einer Hebelbewegung mit leichtem Zug entfernen. Die Zecken sollten nicht herausgedreht werden, da der Kopfteil in der Haut zurückbleiben könnte.“

Sabes: Impfungen angeraten

Der Sabes empfiehlt sich impfen zu lassen. Die Impfung gegen FSME-Übertragung durch Zecken sei für Menschen unbedingt notwendig, die im Wald und auf Wiesen arbeiten und für alle, die sich in Risikogebiete begeben. Auch für die Einwohner der genannten Gemeinden sei die Impfung dringend empfohlen, ebenso für Ausflugs-Gruppen, die in Wäldern unterwegs sind, wo das Zeckenrisiko groß sei, sowohl in Südtirol, als auch in bestimmten Zonen Österreichs, so der Sanitätsbetrieb.

stol

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