<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Katzenbesitzer bemerken oft erst spät, wenn ihr Tier Schmerzen oder Beschwerden hat. Grund ist die Genetik. Katzen durften in der freien Wildbahn nicht zeigen, wenn sie krank waren, um nicht selbst zur Beute zu werden. Aus diesem Grund empfehlen Tierärzte regelmäßige Kontrollvisiten, vor allem bei älteren Katzen. <BR /><BR />Seniorenkatzen sollten daher mindestens ein- bis zweimal pro Jahr zum Gesundheitscheck. Dabei sollte der Tierarzt neben den allgemeinen Punkten auch auf Diabetes, Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen achten. Veränderungen der Nieren oder Tumore lassen sich meist nur bei einer Blutuntersuchung feststellen. Sie gehören zu den häufigsten Erkrankungen bei älteren Vierbeinern.<BR /><BR />Bei der Kontrolle in der Tierarztpraxis werden meist Herz und Lunge abgehört, die Temperatur und das Gewicht gemessen. Augen, Ohren, Zähne sowie Fell und Haut werden begutachtet. Der Bauch und die Lymphknoten werden abgetastet und die Katze auf Parasiten wie Flöhe und Milben kontrolliert.<BR /><BR />Bei der Untersuchung werden auch Fragen an den Besitzer gestellt, zum Beispiel:<BR /><BR />- Sind Kot- und Urinabgabe normal oder auffällig?<BR />- Frisst und trinkt die Katze normal oder hat sich etwas verändert?<BR />- Bewegt sich die Katze weniger oder ist sie plötzlich zurückgezogener, ängstlicher oder aggressiver?<BR />- Gibt es besorgniserregende Anzeichen wie Husten, schnelles Ermüden oder Erbrechen?<h3> Das können Katzenhalter zu Hause überprüfen</h3><b>Fell und Haut:</b> Das Fell sollte glänzen und frei von Schuppen, Parasiten oder kahlen Stellen sein. Veränderungen können ein Indiz dafür sein, dass etwas nicht stimmt.<BR /><BR /><b>Augen und Nase:</b> Bei einem gesunden Tier sind sie klar, sauber und frei von Ausfluss.<BR /><BR /><b>Zähne:</b> Das Zahnfleisch ist rosa (nicht rot!), die Zähne sauber. Kommt ein unangenehmer Geruch aus dem Maul, sollte man das abklären lassen.<BR /><BR /><b>Gewicht:</b> Die Katze frisst normal und hat nicht stark an Gewicht zu- oder abgenommen. Hat die Katze Normalgewicht, sind die einzelnen Rippen zwar nicht sichtbar, dafür aber durch sanfte Berührung deutlich spürbar. Verlieren Katzen plötzlich an Gewicht, ist das ein ernst zu nehmendes Indiz für eine Erkrankung. Katzen, die länger als 24 Stunden nicht fressen – selbst wenn kein Erbrechen oder Durchfall dazukommt – müssen umgehend tierärztlich abgeklärt werden. <BR /><BR /><b>Verhalten:</b> Zeigt die Katze Auffälligkeiten? Trinkt sie weniger oder wird sie unsauber? Das können Anzeichen für eine Erkrankung sein. Da die meisten Katzen zu wenig trinken, sollte man mehrere Näpfe mit stets frischem Wasser in der Wohnung platzieren. Das animiert zum Trinken. Katzen trinken übrigens ungern dort, wo sie fressen, deshalb Wasser immer möglichst weit weg vom Futter platzieren. Das gilt natürlich auch für das Katzenklo. Zudem ist es wichtig, den Stubentigern täglich Nassfutter zu geben und nicht ausschließlich Trockenfutter, um eine ausreichende Wasserversorgung zu gewährleisten.<BR /><BR />Wer sein Tier artgerecht hält, regelmäßig beobachtet, Warnzeichen früh ernst nimmt und Routineuntersuchungen einplant, sorgt für ein möglichst langes, gesundes Leben. Wichtig: Bei Krankheitssymptomen, Verletzungen oder Parasitenverdacht sollte man natürlich sofort mit seiner Katze einen Tierarzt aufsuchen.