Sonntag, 11. September 2016

Gewalt und brennende Barrikaden bei Protesten gegen NPD in Göttingen

Rund 900 Menschen sind in Göttingen in Niedersachsen gegen eine Demonstration der rechtsextremen NPD auf die Straße gegangen. Am Rande kam es am Samstag zu Ausschreitungen linker Gegendemonstranten. Sie errichteten nach Polizeiangaben brennende Barrikaden aus Mülltonnen und Sperrmüll, blockierten den Bahnverkehr und griffen Einsatzkräfte an. Verletzte gab es demnach aber nicht.

Die Gegendemonstranten errichteten brennende Straßenbarrikaden.
Die Gegendemonstranten errichteten brennende Straßenbarrikaden. - Foto: © APA/DPA

Rund 1100 Polizisten waren im Einsatz, um zu verhindern, dass Rechte und Linke aufeinander trafen. Der Hauptbahnhof, vor dem sich die rund 100 Rechtsextremisten versammelt hatten, wurde nach Angaben der Bundespolizei für etwa eine Stunde gesperrt.

Streifenwagen durch Steinwürfe beschädigt

„Es wurden Steine gegen Züge und auf Polizeibeamte der Landespolizei geworfen“, sagte ein Sprecher mit Blick auf die teils vermummten Gegendemonstranten. „Außerdem wurden Kunststoffbaken von einer Baustelle als Hindernisse auf die Gleise gelegt und angezündet.“

Zwei Streifenwagen wurden durch Steinwürfe beschädigt. In einigen Fällen wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs eingeleitet. Die Studentenstadt Göttingen hat eine besonders aktive linksextreme Szene. Schon häufiger ist es dort auch zu Gewalttaten gekommen.

dpa

stol