Dienstag, 14. Februar 2017

Gianfranco Fini wegen Geldwäsche unter Verdacht

Gegen Gianfranco Fini, Ex-Präsident der Abgeordnetenkammer und langjähriger Vorsitzender der Rechtspartei Alleanza Nazionale (AN), laufen Ermittlungen wegen Geldwäsche.

Gegen Giancarlo Fini wird wegen Geldwäsche ermittelt.
Gegen Giancarlo Fini wird wegen Geldwäsche ermittelt. - Foto: © LaPresse

Im Rahmen der Untersuchung wurden bei der Familie seiner Frau Besitztümer im Wert von fünf Millionen Euro beschlagnahmt, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA.

Der Familie von Finis Frau wird Geldwäsche in Zusammenhang mit Immobilientransaktionen im Jahr 2008 vorgeworfen.

Bereits in der Vergangenheit Ermittlungen gegen Fini

Fini war bereits in den Sog von Ermittlungen wegen Betrugs im Zusammenhang mit einem unklaren Wohnungsgeschäft in Monte Carlo zugunsten seines Schwagers geraten, aber 2010 entlastet worden. Der Fall hatte in Italien für Aufregung gesorgt und Fini politisch arg in Bedrängnis gebracht.

Der 65-jährige Fini zählte in den vergangenen Jahren zu den einflussreichsten Politikern Italiens im Mitte-Rechts-Lager. Jahrelang war er mit Ex-Premier Silvio Berlusconi verbündet, bis sich die beiden im Streit im Jahr 2010 trennten. Seitdem ist Fini aus der Politik ausgestiegen. Er sitzt auch nicht mehr im Parlament.

apa

stol