Sonntag, 08. Oktober 2017

Gläubige beten an polnischen Grenzen

Gläubige in Polen haben sich am Wochenende an zahlreichen Orten entlang der Landesgrenzen versammelt und im Rahmen der Aktion „Rosenkranz an die Grenzen“ für Frieden gebetet.

Gläubige in Polen haben sich am Wochenende an zahlreichen Orten entlang der Landesgrenzen versammelt und im Rahmen der Aktion „Rosenkranz an die Grenzen“ für Frieden gebetet.
Gläubige in Polen haben sich am Wochenende an zahlreichen Orten entlang der Landesgrenzen versammelt und im Rahmen der Aktion „Rosenkranz an die Grenzen“ für Frieden gebetet. - Foto: © APA/AFP

Trotz schlechten Wetters nahmen nach polnischen Medienangaben hunderttausende Menschen an der Aktion anlässlich des katholischen Rosenkranzfestes am Samstag teil. Ziel der Aktion, die mitunter an Ostsee, auf Bergpfaden und in zahlreichen Kirchen des katholischen geprägten Landes stattfand, war es, für Frieden zu beten, wie der Vorsitzende der polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Gadecki, dem Radiosender RMF FM sagte. Organisiert wurde die Aktion von der säkularen Stiftung „Solo Dios Basta“.

Die Veranstalter teilten auf ihrer Webseite mit, die Grenzen Polens stünden für die Grenzen der eigenen Möglichkeiten, Ängste und Wünsche. Das Gebet sollte dabei helfen, die Grenzen von Komfort, Alltag und Gewohnheiten zu überwinden, hieß es weiter. Polens nationalkonservative Regierungschefin Beata Szydlo, die als sehr gläubig gilt, grüßte bei Twitter die Teilnehmer der Initiative.

Kritik, die Aktion könnte als Aufruf zur Grenzschließung verstanden werden, da Polen als Verweigerer der Flüchtlingsaufnahme gilt, wiesen Geistliche zurück. Man wolle sich nicht abgrenzen, sondern öffnen, sagte der Lubliner Erzbischof Stanislaw Budzik. Der Rosenkranz sei ein friedenbringendes Gebet, das Kirche und Völker vereine.

Der Bischofskonferenzvorsitzende Gadecki verwies außerdem auf die Heilige Schrift, in der zum gemeinsamen Gebet ermutigt werde.

dpa

stol