Mittwoch, 16. September 2015

Glanzvolle Musik füllt Kirchen

„Eggental Brass“ trifft auf Chor und Orgel: Den Zuschauern wurde ein abwechslungsreicher Spaziergang durch die Musikgeschichte geboten.

: Instrumentalisten und Sänger aus dem Eggental und vom Regglberg begeisterten mit einem abwechslungsreichen Programm.
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: Instrumentalisten und Sänger aus dem Eggental und vom Regglberg begeisterten mit einem abwechslungsreichen Programm.

Imposante Barockklänge, pompöse und verträumte Melodien aus der Romantik sowie zeitgenössische Werke: Im Rahmen von zwei Konzerten nahm die Formation „Eggental Brass“ ihr Publikum mit auf eine ganz besondere Reise durch die Musikgeschichte. Unterstützt wurden die Musiker dabei von der Orgel und einem eigens zusammengestellten Chor.

Wenn sich elf Blechbläser, drei Schlagzeuger, 17 Sänger und ein Organist treffen, um gemeinsam Musik zu machen, so ist das keinesfalls eine alltägliche Besetzung. Die Formation „Eggental Brass“, bestehend aus Profi- und Amateurmusikern aus dem Einzugsgebiet des Eggentales und des Regglbergs, wagte im heurigen Herbst dieses Experiment. Das Ergebnis des Projekts waren zwei besondere Konzerte in der Pfarrkirche von Welschnofen und in der Klosterbasilika von Maria Weißenstein.

 

Die Aufführungen unter der Leitung von Michael Erschbamer standen unter dem Motto einer abwechslungsreichen Reise durch mehrere Epochen der Musikgeschichte, wobei die Ausführenden in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen musizierten. Den Auftakt bot dabei der Marsch aus der Kantate „Auf schmetternde Töne der munt’ren Trompeten“ von Johann Sebastian Bach, arrangiert für Blechbläser, Schlagwerk und Orgel.

Ein erster Höhepunkt des Abends war dann die Darbietung des Psalms 98 „Singet dem Herrn ein neues Lied“ aus der Feder von Felix Mendelssohn Bartholdy. Hierbei stieß schließlich auch der Chor zu den Instrumentalisten und bot gemeinsam mit ihnen Momente glanzvoller Kirchenmusik. Das selten aufgeführte Werk „Prière du Soir“ von Mendelssohns Zeitgenossen Charles Gounod für Chor und Orgel verbreitete gleich im Anschluss hingegen die ruhige und verträumte Stimmung eines Abendgebets. Organist Elmar Grasser stellte sein Können mit der zweiten Orgelsonate von Felix Mendelssohn unter Beweis, bevor der Chor Eric Whitacres zeitgenössische Komposition „Lux Aurumque“ vortrug.

Die Blechbläser und Schlagzeuger brillierten gemeinsam mit der Orgel hingegen mit dem Stück „Madrigalum“ aus der Feder von Philipp Sparke und einem hoffnungsvollen „One moment to eternity“ von Stephen Melillo. Den feierlichen Abschluss bildete die Uraufführung eines eigens für die Konzerte komponierten „Ave Maria“ von Ensembleleiter Michael Erschbamer. Komplettiert wurde die musikalische Reise von Astrid Gärber mit einem kleinen literarischen Spaziergang und dem Vortrag von zwei Texten.

 

stol