<b>Von Irina Lino</b><BR /><BR />Kann man Glück messen? JA, sagt der soeben veröffentlichte Weltglücksbericht als jährlich erscheinende Bestandsaufnahme von Menschen aus aktuell 149 Ländern, die ihr Glück subjektiv bewertet haben – im Zeitraum von 2021 bis 2023. <BR /><BR />Nun möchte man meinen, Glück ist etwas zutiefst Persönliches. Und Junge in der Sturm-und-Drang-Phase werden es sicher woanders verorten als frisch gebackene Eltern, gestresste Arbeitende, Menschen, die gegen eine Krankheit kämpfen oder Alte, die viel Erfahrung und wenig Zeit haben. <BR /><BR />Was aber ist Glück? Zieht man ein kurzes, überbordendes Gefühl als starke Spitze im EKG der persönlichen Befindlichkeiten als Messlatte heran, dann wird Glück tatsächlich zum flüchtigen Vogerl und der Weltglücksbericht würde auf keinen allgemeingültigen Nenner kommen.<BR /><BR /> Ersetzt man den Begriff Glück aber durch Zufriedenheit, dann geht die Rechnung auf. Dieser Meinung sind auch Glücksforscher, die Schlüsselfaktoren für subjektives Wohlbefinden definiert haben, die vielleicht nicht alle, aber viele Voraussetzungen abdecken, die Menschen rund um den Globus zufrieden machen: Soziale Unterstützung, Einkommen, Gesundheit, Freiheit, Großzügigkeit, Abwesenheit von Korruption. <BR /><BR />Seit Jahrzehnten führen Skandinavische Länder den World Happiness Report an, allen voran (und heuer bereits zum siebenten Mal) Finnland als Spitzenreiter mit 7,7 Punkten auf der Lebenszufriedenheitsskala, Deutschland ist massiv von Platz 16 auf Platz 24 abgerutscht, Italien rangiert gar nur auf Platz 41. <BR /><BR />Was also kann man tun, um so glücklich zu werden wie die Finnen? Vielleicht das PERMA-Modell der positiven Psychologie für sich entdecken, das 5 Säulen des Wohlbefindens tragen: Positive Emotionen stärken, Engagement an den Tag legen, Beziehungen wie Zugehörigkeiten pflegen, Sinn finden, Ziele setzen. <BR /><BR />Und da wäre noch die Dankbarkeit! Sie zu trainieren, regelmäßig darüber nachzudenken und aufzuschreiben, wofür wir dankbar sind, ist eine lohnende Sache! Doch eine der besten Voraussetzungen, um sein Glück zu schmieden, liegt wohl in der beglückenden Fähigkeit, das Leben anzunehmen wie es ist – in allem, was es ist: Lachen und Weinen, Leiden und Tanzen, Lieben und Loslassen.<BR />