Die Auszeichnung geht an Weinbauern, die bis vor wenigen Jahren noch keine blasse Ahnung von dieser Materie hatten, aber sich mit viel Passion den persönlichen Traum erfüllten. <BR /><BR />Der Stegener Gastwirt und Hotelier Peter Unterberger hat das, was man einen grünen Daumen nennt. Doch über seinen oft geäußerten Wunsch, einen Weinberg anzulegen und in den beiden familieneigenen Hotels einen Wein aus eigenem Anbau anzubieten, haben viele lange nur gelächelt.<BR /><BR /> Aber Unterberger und seine Söhne ließen sich nicht beirren. Zu Recht: Für ihren Wein, den „Brunecker Pionier“, Jahrgang 2021, haben sie nun ihren ersten Preis erhalten: Gold beim Piwi Wine Award International.<BR /><BR />Erfahrung im Weinbau hatte Peter Unterberger zwar keine, doch der Traum von einem eigenen kleinen Weingut ließ Unterberger einfach nicht los. Und so begann er vor Jahren gemeinsam mit seinem jüngsten Sohn Christoph sich intensiv mit dem Thema Wein und allem, was dazu gehört, zu befassen. In ihrer „Wochtla Woade“ oberhalb des Stegener Dorfkerns pflanzten sie erste Reben und entschieden sich schließlich für die pilzwiderstandsfähige Sorte Solaris. <BR /><BR />Die ersten Ergebnisse waren noch mehr Essig als Wein, doch von Jahr zu Jahr steigerte sich die Qualität, so dass die Familie 2016 einen größeren Weinberg in der „Wochtla Woade“ anlegte, 2017 zu dessen Segnung und zur ersten offiziellen Verkostung des Weins einlud und diesem den Namen „Brunecker Pionier“ gab. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="823376_image" /></div> <BR />„Damals hatte der Wein noch ein paar Fehler, aber von Jahr zu Jahr hat er an Charakter gewonnen“, sagt Christoph Unterberger. <BR />2021 sollte dann ein richtig gutes Weinjahr werden: Gut 1800 Flaschen füllten die Brüder Christoph, Markus und Manfred ab. Vor allem aber passte die Qualität. <BR /><BR />Damit war die Zeit gekommen, sich einem Wettbewerb zu stellen. So reichten sie im September 3 Flaschen ihres „Brunecker Pionier“, Jahrgang 2021, zum Piwi Wine Award International ein. Piwi steht für robuste Rebsorten, die sehr widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten sind und keine Pflanzenschutzmittel in Form von chemischen oder biologischen Wirkstoffen brauchen, erklären Markus und Manfred Unterberger. <BR /><BR />Der zu 70 Prozent aus der Traube Solaris und zu 30 Prozent aus der Traube Muscaris bestehende Wein aus dem Weingut Unterberger in Stegen, der 11 Monate im Edelstahlfass ausgebaut wird, überzeugte die Jury. Sie befand ihn für „ausgezeichnet“ und zeichnete ihn entsprechend auch mit Gold aus. <BR /><BR />Christoph Unterberger und seine Brüder Manfred und Markus freuen sich sehr über die Auszeichnung und das viele Lob das sie für den guten Tropfen auch von den Gästen in ihren Hotels „Zum Hirschen“ und „Wochtla Buam“ erhalten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="823379_image" /></div> <BR />Und wie sieht es mit dem heurigen Jahrgang aus? Mengenmäßig habe es heuer nicht ganz so viel her gegeben, da das Frühjahr sehr trocken und windig war und die Reben erst spät ausgeschlagen haben, doch dafür sei die Qualität „richtig super“, sagt Markus Unterberger. <BR /><BR />Rund 700 Flaschen haben die Brüder heuer abgefüllt. Jeden Euro, den sie mit ihrem Wein verdienen, investieren sie wieder in den Weinbau: für neue Reben, ein neues Fass, eine neue Presse usw. Für alle 3 und Vater Peter ist der Weinbau weit mehr als ein Hobby. Und es kann durchaus sein, dass sie es nächstens auch mit dem Anbau eines Rotweins probieren.<BR /><BR />