Samstag, 07. November 2015

Greenpeace darf nicht mehr in Indien arbeiten

Die indische Regierung hat der Umweltorganisation Greenpeace International ihre Zulassung entzogen. Als Grund für das Arbeitsverbot nannten die Behörden im südlichen Bundesstaat Tamil Nadu, wo die Organisation registriert ist, am Samstag Betrug und Fälschung ihrer Bücher.

Herber Rückschlag für die Umweltschützer von Greenpeace: Aufgrund von Betrug und gezinkter Bücher hat die indische Regierung der Organisation ihre Zulassung entzogen. - Archivbild.
Herber Rückschlag für die Umweltschützer von Greenpeace: Aufgrund von Betrug und gezinkter Bücher hat die indische Regierung der Organisation ihre Zulassung entzogen. - Archivbild. - Foto: © shutterstock

Greenpeace will die Entscheidung nach eigenen Angaben anfechten. Die Interimsgeschäftsführerin von Greenpeace, Vinuta Gopal, wies die Vorwürfe zurück. Es handle sich um eine „ungeschickte Taktik“ zur Unterdrückung abweichender Sichtweisen.

"Vertrauen dem Gesetzesprozess"

„Wir sind zuversichtlich, dass wir uns auf einer sicheren Rechtsgrundlage befinden. Wir vertrauen dem Gesetzesprozess und setzen darauf, dass wir gegen diese Anweisung ankommen“, sagte Gopal.

Indische Behörden gehen härter gegen NGOs vor, nachdem es in einem Geheimdienstbericht geheißen hatte, dass Kampagnen gegen Industrie- und Infrastrukturprojekte das Wirtschaftswachstum beeinträchtigten. Rund 9000 NGOs verloren 2015 bereits ihre Lizenzen, weil sie beispielsweise ihre Jahresberichte nicht abgegeben hatten.

dpa

stol