<b>Von Doris Ebner</b><BR /><BR />„Glaubenssätze? Ach wo! Erstens weiß ich ganz genau, was in meinem Kopf vor sich geht, da ich meine Gedanken ja beobachten und einordnen kann. Und zweitens ist das keine Frage des Glaubens. Was ich über mich und die Welt denke, ist schlicht und einfach wahr. Es bestätigt sich ja immer wieder. Da ist es doch egal, ob es sich um meine subjektive Wahrnehmung oder eine objektive Tatsache handelt. Warum um alles in der Welt sollte ich daran jetzt zu zweifeln beginnen?“ <BR /><BR />Vielleicht kommt Ihnen diese Argumentation bekannt vor. Wenn ja, so sind Sie damit keineswegs allein. Denn darüber zu philosophieren, dass viele unserer Gedanken unbewusst ablaufen, sich im Laufe der Zeit zu einem Schema formen und uns somit konditionieren, obwohl sie oftmals nichts anderes als völlig realitätsferne Hirngespinste sind, ist nichts, womit wir unsere wertvolle Zeit vergeuden wollen. Verständlich! Und doch wäre genau das oft der Schlüssel zum Erfolg.<h3> Hinsehen, Perspektive wechseln, verändern</h3>Dabei ist es gar nicht notwendig, die innere und äußere Welt von einem Tag auf den anderen komplett umzukrempeln. Es genügt, etwas genauer hinzusehen und das berühmt-berüchtigte „Das ist halt so!“ für eine Weile beiseitezuschieben. Wenn Sie beispielsweise immer wieder an denselben Herausforderungen scheitern, beobachten Sie, was Ihnen genau in diesen Momenten durch den Kopf geht. <BR /><BR />Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es Ihnen schon bald gelingen, einige wiederkehrende Gedanken auszumachen: „Das schaffe ich nicht!“, „Ich kann es ja nicht ändern!“, „Ich bin kein Typ für dieses oder jenes!“ Nehmen Sie Ihre Überzeugungen hin, ohne zu urteilen, versuchen Sie aber gleichzeitig, einen Schritt zurückzutreten und sich ehrlich ein paar essenzielle Fragen zu stellen: Ist das, was ich denke, wirklich wahr? Und woher weiß ich das eigentlich so genau?<BR /><BR />In einem nächsten Schritt gilt es nun, die Perspektive zu wechseln. Gehen Sie davon aus, dass Ihre persönliche Sicht auf die Dinge nur eine von vielen Möglichkeiten ist und dass der ganze Sachverhalt von einem anderen Blickwinkel aus auch vollkommen anders gesehen werden kann. Machen Sie sich deshalb auf die Suche nach Gegenbeweisen für Ihre These und fragen Sie sich: Gibt es Situationen, in denen meine Wahrheit sich nicht bestätigt? Wie würde ein guter Freund die Lage einschätzen? Und was könnte ich ins Feld führen, um meine eigene Behauptung zu entkräften? <BR /><BR />Und dann kommen Sie nach und nach ins Tun. Nicht, indem Sie sich unter Druck setzen, sondern indem Sie sich erlauben, neue Erfahrungen auch außerhalb Ihrer bisherigen Grenzen zu machen. Wagen Sie einen Schritt nach vorne, wo Sie sich am liebsten zurückhalten würden – auch dann, wenn es sich unsicher oder unperfekt anfühlt. <BR /><BR />Denn genau in diesen Momenten entsteht Wachstum, weil unser Gehirn die Möglichkeit erhält, starre Überzeugungen zu lockern und eine Negativspirale zu stoppen, die sich vielleicht schon viel zu lange dreht.<h3> Zur Person</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1172901_image" /></div> <BR />Doris Ebner ist diplomierte Neuromentaltrainerin. Im Rahmen ihrer Ausbildung hat sie ihre Faszination für die Gehirnforschung und die Kraft der Gedanken entdeckt und erfahren, welche Möglichkeiten darin verborgen liegen. Ihre besondere Begeisterung gilt dem Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, weshalb sie mit Leidenschaft ihr Wissen an andere Menschen weitergibt und sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt. Zudem hat Doris Ebner Germanistik und Musik studiert und arbeitet als Redakteurin.