Montag, 27. März 2017

Grenzen überwinden: INTERREG-Workshop in Zernez

Das Interesse an einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist groß. Trotz oder gerade wegen der Grenze. Gemeint ist das aktuelle INTERREG-Programm zwischen der Schweiz und Italien. 272 Interessensbekundungen sind inzwischen bei den zuständigen Stellen eingegangen. Am 23. März 2017 fand in Zernez ein Treffen der interessierten Partner statt. Die Projekteinreichung kann zwischen 2. Mai und Ende Juli 2017 erfolgen. Auch aus dem Vinschgau gibt es Vorschläge.

V.l.: Roselinde Gunsch-Koch (Bürgermeisterin Gemeinde Taufers i.M.), Josef Bernhart (Eurac research), Gabriella Binkert-Becchetti (Vize-Präsidentin Val Müstair), Prof. Ursin Fetz (HTW Chur), Peter Decarli (Eurac research), Gian Andri Hässig (HTW Chur) (Bild: Josef Bernhart/Eurac research)
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V.l.: Roselinde Gunsch-Koch (Bürgermeisterin Gemeinde Taufers i.M.), Josef Bernhart (Eurac research), Gabriella Binkert-Becchetti (Vize-Präsidentin Val Müstair), Prof. Ursin Fetz (HTW Chur), Peter Decarli (Eurac research), Gian Andri Hässig (HTW Chur) (Bild: Josef Bernhart/Eurac research)

Knapp die Hälfte der Projektanträge kommen aus der Lombardei und dem Tessin. Zwölf Anträge, sprich fünf Prozent aus der Provinz Bozen gemeinsam mit Graubünden. Vinschgau als Grenzbezirk ist hier federführend. Zwei angrenzende Gemeinden ganz besonders. Die Gemeinden Taufers im Münstertal und Val Müstair.

Bereits vor einem Jahr schon gab es ein gemeinsames Treffen der politischen Vertreter beider Gemeinden, moderiert von EURAC und Universität Innsbruck im Beisein der HTW Chur. Es wurden Stärken und Schwächen dies- und jenseits der Grenze identifiziert sowie Zukunftsperspektiven einer grenzüberschreitenden Gemeindekooperation aufgezeigt. Diese liegen in den Bereichen Gesundheitswesen ebenso wie im Bereich Energie, Ehrenamt und wirtschaftliche Entwicklung. „Die Grenze sollte unsichtbar werden“, so der Tenor.

Wichtige Impulse in diese Richtung können EU-geförderte Projekte geben. Konkretisierte Visionen mit ersten Schritten und viel Beharrlichkeit sind die Voraussetzungen dafür.

Josef Bernhart, Eurac research Bozen/´Josef Bernhart

stol