Sonntag, 24. April 2016

Griechischer Präsident drängt zu Solidarität in der EU

Der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos drängt auf die Stärkung der „europäischen Solidarität“ gegen Mauern und nationale Egoismen.

„Wir dürfen nicht vergessen, dass Solidarität der wesentliche Wert der Europäischen Union seit ihrer Gründung ist“, sagte Pavlopoulos im Interview mit der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“ am Sonntag.

„Solidarität in der Flüchtlingsproblematik gehört zur Solidarität, die die europäischen Partnern in all ihren europäischen Beziehungen beweisen müssen. Der Zusammenhalt der Europäischen Union hängt mehr von dieser Solidarität als von der Währung und von der gemeinsamen Währungspolitik ab, vor allem wenn diese Politik oft in die falsche Richtung geht“, sagte der griechische Präsident.

Lob für Renzi

Pavlopoulos lobte den EU-Afrika-Plan, den der italienische Premier Matteo Renzi diese Woche der EU vorgelegt hat. „Renzis Vorschlag ist extrem interessant und realistisch. Er bewegt sich im Rahmen des europäischen Einwanderungs- und Asylpakts der Jahres 2008.

Im Paragraf V steht klar, dass der beste Weg zur Bekämpfung der illegalen Immigration der Kampf gegen Unterentwicklung, sozialen Unterschieden und Hunger ist“, so Pavlopoulos.

apa

stol