Der Urheber des Vandalenaktes ist ausfindig gemacht, aber er treibt auch an anderen Orten sein Unwesen. <BR /><BR /><BR />Wer macht denn so etwas? Das dürften sich in den vergangenen Wochen viele Besucher des städtischen Friedhofs in der St. Josef-Straße gedacht haben, die unter dem Kreuz nahe dem Nordeingang des Friedhofs vorbeigegangen sind. <BR /><BR />Denn der Brustkorb des hölzernen Korpus Christi weist ein 5 Zentimeter großes klaffendes Loch auf, zudem 2 weitere, viel kleinere Löcher im Halsbereich und im Gesicht. Der Übeltäter ist zwar zweibeinig, aber kein Mensch. Urheber des Vandalenakts ist ein Specht. „Er war entweder auf der Suche nach Beute oder nach einem sicheren Nistplatz“, sagte gestern Vermögensstadtrat Nerio Zaccaria. <h3> Kruzifix wird renoviert</h3>Zu Werke gegangen sei der Specht über die Wintermonate – entweder auf der Suche nach Nahrung oder nach einem Nistplatz. Das Kruzifix, das gut 100 Jahre alt ist, wird nun nach Rücksprache mit dem Landesdenkmalamt restauriert. Dafür habe Stadtrat Zaccaria bereits 5 Angebote eingeholt. <BR /><BR />„Dabei soll nicht nur der gekreuzigte Christus, sondern auch das 3 Meter große Kreuz restauriert werden“, sagt Zaccaria. Die Kosten für die Restaurierung belaufen sich auch rund 10.000 Euro. <h3> Wo der Specht noch zuschlägt</h3>Solche „Vandalenakte“ der Spechte seien nichts Neues, meint Stadtbaumeister Wolfram Pardatscher. Vor allem energetisch sanierte Häuser mit dicken Dämmungen aus Steinwolle seien neue Beutefelder für den Specht. „Irgendwie finden Ameisen, Tausendfüßler usw. immer wieder einen Weg in diese warmen Dämmschichten. Der Specht hört sie, hackt Löcher in den Verputz und zieht sich seine Nahrung heraus“, sagt er. <BR /><BR />Ein „Opfer“ des Spechts war beispielsweise die Karl-Wolf-Mittelschule. Nach nur einem Jahr nach der Fassadensanierung musste die Stadtgemeinde wieder ausrücken, um die Löcher in der Fassade auszubessern. <BR /><BR />