Dienstag, 05. Mai 2015

Grünes Licht für Energie-Genossenschaft

Die Entscheidung des Naturnser Gemeinderates über das weitere Vorgehen im Bereich Fernwärme ist gefallen. Im Abschlussbericht der Arbeitsgruppe wird die Gründung einer Energie-Genossenschaft unter Einbeziehung interessierter Bürgerinnen und Bürger einstimmig empfohlen.

Vertreter der Gemeinde Naturns begaben sich auf Exkursion zum Thema Energie.
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Vertreter der Gemeinde Naturns begaben sich auf Exkursion zum Thema Energie.

Die Gemeindeverwaltung von Naturns hat es sich hinsichtlich ihrer künftigen Energie- und Umweltstrategie nicht leicht gemacht und möchte bei der Versorgung die bestmögliche Lösung finden. In der letzten Sitzung des Gemeinderates vor der Wahl am 10. Mai wurde der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe Energie vom zuständigen Gemeindereferent Zeno Christanell vorgestellt. In diesem werden mehrere Schwerpunkte empfohlen:

Der Neubau des Fernheizwerkes ist notwendig, da das bestehende Werk nicht mehr effizient und zeitgemäß funktioniert. Dabei ist auch ein neuer, geeigneter Standort ausfindig zu machen, der eine entsprechende Lagerkapazität aufweist. Eine Möglichkeit ist die Gründung einer Energie-Genossenschaft unter Einbeziehung interessierter Bürgerinnen und Bürger. Die Voraussetzung dafür ist genügend Interesse und Eigenkapital (Anschlussgebühren, Landesbeiträge, Umweltgelder) im Ausmaß von etwa 50 Prozent der geplanten Investitionen.Wenn diese Vorgabe nicht erreicht wird, dann muss die Gemeinde wiederum ein eigenes Werk errichten, mit dem die öffentlichen Gebäude versorgt werden können.

Die Hochspannungsleitungen  sollen im Zuge der Neuvergabe der „Etschwerke-Konzession“ aus den Wohngebieten verlegt werden. Naturns möchte zudem eine Zertifizierung als Klimagemeinde Gold erreichen. 

„Der Arbeitskreis hat sich seit der Beauftragung durch den Gemeinderat mehrmals in unterschiedlicher Zusammensetzung getroffen und sich dabei auch interessierten Bürgerinnen und Bürger bewusst geöffnet“, erklärte Christanell. Zu speziellen Themen wurden Experten eingeladen und angehört, zudem wurden drei Exkursionen unternommen, damit Sachverhalte an Praxisbeispielen vertieft werden konnten. Die wesentlichen Schritte sind auf dem Gemeindeportal www.naturns.eu im Bereich „Bürger aktiv“ veröffentlicht. 

„Nun gilt es vor allem die wirtschaftlichen Vorgaben zu erfüllen, damit eine mögliche Genossenschaft auf sicheren Füßen steht. Mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern kann ein richtiges Kompetenzzentrum im Bereich Energie entstehen“, blickt Bürgermeister Andreas Heidegger in die Zukunft. 

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stol