Bereits vor Jahren wurde mit der Umsetzung dieses Projektes begonnen, teilt die BBT-Beobachtungsstelle in einer Aussendung mit. BBT SE hat dazu die notwendige Geldmittel zur Verfügung gestellt und eine Konvention mit dem Schienennetzbetreiber RFI abgeschlossen.In Aicha wurden sechs Millionen Euro für die Errichtung einer Lärmschutzwand von der Franzensfeste bis zum neuen Firmengebäude von Pertinger Herde vorgesehen, zeigt Bürgermeister Peter Gasser auf. Korrekterweise müsse hier angemerkt werden, dass sich die gesamte Bahnstrecke auf Gemeindegebiet Vahrn befindet, der Lärm sich aber ostwärts Richtung Aicha ausbreitet.Die Komplexität der Projektierung lag in der geringen Grundverfügbarkeit zwischen Brennerstaatsstraße und der Schienentrasse. Eine Herausforderung ist laut Aussendung auch der schlechte Untergrund am Hang entlang der Bestandsstrecke und die topografische Ausrichtung.„Hinzu kam, dass kein von der RFI genormter und zugelassener Typ von Lärmschutzwänden in der Lage war, die Anforderungen zu erfüllen“, erklärt Martin Ausserdorfer, Direktor der BBT-Beobachtungsstelle.In Freienfeld stehen für die komplette Einhausung der Bestandsstrecke im Dorfzentrum sieben Millionen Euro bereit. Es ist vorgesehen, einen 250 Meter langen künstlichen Tunnel zu errichten.Dieser soll Richtung Norden und Süden mit Lärmschutzwänden verlängert werden. Das technische Projekt dafür wurde erstellt.Problematisch dabei ist, dass Italien seit Projektbeginn einen gesetzlich vorgeschriebenen Standardtyp für Lärmschutzwände vorgeschrieben hat.„Diese sehr kostspielige Lärmschutzwand hätte die zur Verfügung stehenden Geldmittel überschritten und hätte das Projekt in der bisherigen Form nicht mehr finanzierbar gemacht“, erklärt Bürgermeister Armin Holzer.Um die aufgezeigten Probleme zu lösen und endlich umzusetzen, hat man sich laut Aussendung im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Amt für Luft und Lärm unter der Führung von Georg Pichler darauf konzentriert, die Projekte genau zu analysieren. Man habe technische Lösungen entwickelt, die die Umsetzung ermöglichten.„Mit diesen neuen technischen Lösungen haben wir RFI-Geschäftsführer Maurizio Gentile kontaktiert“, sagt der Abgeordnete Daniel Alfreider. Vergangene Woche erging nunmehr die schriftliche Ausnahmegenehmigung seitens der RFI für die Verwendung eigener Lärmschutzwand-Typen.Der Zeitplan ist laut Aussendung abgesteckt und klar. In den kommenden 45 Tagen werden die Projekte abschließend überarbeitet und dann als integrierte Ausschreibung veröffentlicht.