<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Morgens füttert man seinen Meerschweinchen idealerweise ausschließlich Heu. Tagsüber dann Gras (kein Rasenschnitt!), Wildgräser und Kräuter sowie rund 200 bis 300 Gramm gemischtes Gemüse. Obst sollte man aufgrund des Fruchtzuckers nur einmal pro Woche geben.<BR /><BR />Der frühe Morgen oder die Stunde vor der Abenddämmerung eignen sich am besten, um Wiesenkräuter zu sammeln, dann sind diese länger haltbar. Das Sammeln kann man gut mit einem schönen Spaziergang verbinden – vor allem Kinder freuen sich darüber und lernen dabei nebenbei Wissenswertes über die Natur und heimische Pflanzen.<BR /><BR />Beim Sammeln von Gras und Wildkräutern beginnt man am besten mit einer Handvoll Grünzeug und steigert die Menge von Tag zu Tag. Vertragen die Tiere das Grünfutter gut, muss es bereits nach etwa einer Woche nicht mehr portioniert werden, sondern kann zur freien Verfügung angeboten werden.<BR /><BR />Wenn man Gras selbst sammelt, sollte man es möglichst locker nach Hause transportieren. Zum Beispiel in einem Korb oder einer Stofftasche, nicht jedoch in Plastiksäcken oder geschlossenen Behältern, da es dort vor allem im Sommer sehr schnell zu gären beginnt.<h3>Das ist zu beachten</h3>Man muss unbedingt darauf achten, welche Kräuter und Gräser für Meerschweinchen verträglich sind. Gut geeignet sind beispielsweise Löwenzahn (Blätter, Stängel und Blüten), Gänseblümchen, Huflattich, Breitwegerich (wirkt unter anderem entzündungshemmend), Salate aller Art sowie Blätter von Brombeeren, Pflaumen, Kirschen … Eine Liste giftiger Pflanzen findet man im Internet. Eine seriöse Seite dafür ist www.meerschweinchenwiese.de. <BR /><BR />Gesammelt wird auf Wiesen und Feldern (mit dem Bauern absprechen), an Wiesenrändern, auf Brachflächen oder an Waldlichtungen. Es gilt, auf Vielfalt zu achten, also nicht immer nur dieselben drei Gräser verfüttern.<BR /><BR />An stark befahrenen Straßen sollte man keine Pflanzen für seine Tiere sammeln. Zudem sind Hundeauslaufflächen zu vermeiden, obwohl Meerschweinchen sich nicht mit Darmparasiten von Hunden anstecken können.<BR /><BR />Schnecken und Insekten, die mit dem Grünfutter unweigerlich mal ins Gehege kommen, sind kein Problem. Aber man muss bedenken, dass auch mal Zecken mit dem gesammelten Gras ins Gehege kommen und diese können auch Meerschweinchen befallen. Zwar ist bei den Nagern bisher noch keine Borreliose bekannt, dennoch können diese Spinnentiere andere Krankheitserreger übertragen. <BR /><BR />Man kann das Grünzeug vorher unter die Lupe nehmen oder waschen – Letzteres ist aber kein Muss. Es spielt keine Rolle, ob das Gras nass oder trocken verfüttert wird. Auch tau- oder regennasses Gras ist für gesunde Meerschweinchen unproblematisch. <BR /><BR />Entscheidend ist, dass das Futter frisch und die einzelnen Pflanzen gesund sind. Zwar sind die meisten Pflanzenkrankheiten wie Mehltau ungefährlich für die Tiere, aber ein paar Pilze produzieren Toxine. Im Zweifelsfall also lieber stehen lassen. <h3> Verdauungsprobleme</h3>Bekommen die Meerschweinchen nach der Grasfütterung Durchfall, dann kann das mehrere Ursachen haben. Entweder wurde das Futter zu schnell umgestellt oder die Tiere haben zu große Mengen frisches Grünfutter auf einmal gefressen. Vor allem in der heißen Jahreszeit ist darauf zu achten, Grünfutter zu Hause trocken und kühl zu lagern oder gleich zu verfüttern. <BR /><BR />Gegärtes Futter kann zu Koliken oder Durchfall führen! Auch verdorbenes oder verschmutztes Gras kann schuld sein. Ebenso, wenn zu wenig Raufaser gefüttert wurde. Daher ist es wichtig, dass den Meeries rund um die Uhr Heu zur Verfügung steht.