Dienstag, 13. Januar 2015

Grundversorgung vorrangig

Bereits seit Monaten liefert die geplante Gesundheitsreform der Landesregierung und der zuständigen Landesrätin Martha Stocker Gesprächs- und Diskussionsstoff im ganzen Land.

Oswald Schiefer
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Oswald Schiefer - Foto: © D

„Die Wogen gehen hoch, die Debatten werden oft sehr emotional geführt, aber die Notwendigkeit, tiefgreifende Veränderungen zur Sanierung und Optimierung des Gesundheitswesens herbeizuführen, ist zweifelsohne gegeben“ – dieser Überzeugung ist SVP-Obmann und Landtagsabgeordneter Oswald Schiefer: „Die Verlagerung zahlreicher Dienste vom Landeskrankenhaus in Bozen in die Sprengeleinrichtungen und Gemeindeambulatorien ist ein langgehegter Wunsch im Unterland und auch im Überetsch. Der in der Reform geplante Ausbau des Gesundheitssprengels Neumarkt zu einem Gesundheitszentrum mit Fachärzten und Gemeinschaftspraxen würde die medizinische Versorgung näher zu den Menschen bringen, eines der Hauptziele der geplanten Reform. Dasselbe gilt auch für die Gesundheitssprengel Eppan und Leifers“.

Es besteht laut Schiefer sehr wenig Spielraum, wenn den tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen der nächsten Jahre Folge geleistet werden soll. „Eine qualitativ hochwertige und vor allem bezahlbare Gesundheitsversorgung kann in Zukunft nur unter Berücksichtigung der höheren Lebenserwartung und dem Anstieg der chronischen Krankheitsbilder gewährleistet werden“, ist sich auch seine Stellvertreterin im SVP-Bezirk Barbara Franzelin sicher.

Im Falle des Unterlandes sind die Vorteile der Weiterentwicklung bestehender Sprengeleinrichtungen zu einem Zentrum mit einem erweiterten Angebot der Leistungen im Gesundheit- und Sozialbereich nicht von der Hand zu weisen. „Die Vernetzung in der Versorgung kranker und bedürftiger Menschen bringt bedeutende Vorteile für unseren Bezirk. Wir hoffen, dass es in absehbarer Zeit auf Landesebene ein klares Bekenntnis und eine nachhaltige Entscheidung zu einer Reform im Sinne der Bevölkerung geben wird“, schreiben Oswald Schiefer und Barbara Franzelin in einer Aussendung.

stol