Donnerstag, 16. Juli 2015

Gustav-Mahler-Musikwochen in Toblach

Gustav Mahler – Jude und heimatlos. Die 35. Gustav-Mahler-Musikwochen (18. – 30.7.) sind dieses Jahr dem Thema „Das Judentum und der Antisemitismus zur Zeit Gustav Mahlers“ gewidmet und welche Auswirkung es auf das Musikschaffen des großen österreichischen Komponisten hatte.

Foto: © APA/DPA

Gustav Mahler war Jude und war deshalb als Komponist und als Mensch großen Anfeindungen ausgesetzt, was zu seiner Isolation und Fremdheit in der Welt geführt hat. Er selbst hat diese Fremdheit mit dem berühmten Satz auf den Punkt gebracht: „Ich bin dreifach heimatlos: als Böhme unter den Österreichern, als Österreicher unter den Deutschen und als Jude in der Welt. Überall ist man Eindringling, nirgends erwünscht.“

Neben hochkarätigen Vorträgen zu diesem Thema,  mit dabei der wohl berühmteste Philosoph der Gegenwart Prof. Peter Sloterdijk, darf man sich heuer in Toblach auf ein vielfältiges Konzertprogramm mit zwei sinfonischen Höhepunkten freuen: Das Romanian National Symphony Orchestra unter der Leitung von Cristian Mandeal eröffnet das Festival mit Mahlers Sinfonie Nr. 1. Zum Abschluss dirigiert Daniel Harding das Mahler Academy Orchestra. Zwischen diesen beiden Konzert-Highlights wird im geschichtsträchtigen Ambiente des Kulturzentrums Grand Hotel Toblach Kammermusik vom Feinsten geboten. Mit Spannung erwartet wird außerdem das US-amerikanische Vokalensemble Chanticleer -  laut dem Magazin „The New Yorker“ der beste Männerchor der Welt – mit seinem Programm  „The Gypsy in My Soul“.

 

Eine von Hubert Stuppner kuratierte Ausstellung zum Antisemitismus im Wien um 1900, die im Foyer des Kulturzentrums Grand Hotel eingerichtet ist, wird das Thema abrunden.

Infos und Tickets: +39 0474 976151 -  www.gustav-mahler.it               

stol