<b>Von Schwienbacher</b><BR /><BR />Artgerechte Beschäftigung für Hamster beginnt mit dem richtigen Gehege. Dieses muss Verstecke enthalten, wie Holzhäuschen, halb eingegrabene Blumentöpfe aus Ton oder einfache Kartons mit Eingangslöchern, die für Gold- und Teddyhamster mindestens sieben Zentimeter groß sein müssen, für Zwerghamster mindestens fünf Zentimeter. Mittels Kartons und Röhren können auch kleine Labyrinthe entstehen. Dann können verschiedene Wurzeln, Steine, Ziegel und Äste von Apfel- und Birnbäumen oder Johannisbeerstauden mit Blättern im Gehege platziert werden. Sie sorgen für abwechslungsreiche Verstecke und werden auch gerne angeknabbert.<h3> Laufrad, Sandbad & Co.</h3>Ein Muss ist ein Laufrad aus Holz, das auf einer Seite und auf der Laufseite vollkommen geschlossen ist, damit sich der Hamster nicht verletzt. Für kleine Zwerghamster muss das Rad mindestens 20 Zentimeter Durchmesser haben, für größere besser 25. Goldhamster brauchen ein Laufrad von mindestens 30 Zentimetern Durchmesser. <BR /><BR />Auch ein Sandbad gehört in jedes Hamstergehege. Da es in den Zoohandlungen meist zu kleine Schalen gibt, ist es besser, man bietet einen großen Tontopf oder einen tiefen Teller an. Ein weiterer toller Einrichtungsgegenstand ist eine Buddelbox. Hierfür benötigt man nur einen einfachen Schuhkarton oder eine Holzkiste, etwas Chinchillasand, Korkgranulat, Buchengranulat oder Einstreu. Um dem Hamster Abwechslung zu bieten, kann man ab und zu Futter darin verstecken beziehungsweise verbuddeln.<BR /><BR /> Achtung: Nur Trockenfutter verwenden! Die Futtersuche fordert den Hamster mental und ist eine der besten Möglichkeiten, um ihn zu beschäftigen. Man kann das Futter auch in Klopapierrollen verstecken und beide Enden mit Einstreu verschließen. Dann muss der Nager danach suchen und wird beim Finden von selbst belohnt. Hanfmatten, die sich sehr gut als Nistmaterial für Hamster eignen, kann man als ganzes Stück ins Gehege legen, damit sie die Nager nach Lust und Laune zerrupfen können. So sind sie eine Weile beschäftigt. <h3> Dauer-Handling vermeiden</h3>Hamster sind meist eher schreckhaft und verschwinden schnell in ihrem Versteck, wenn sie etwas Ungewöhnliches wahrnehmen. Zwar kann man sie mit viel Geduld zähmen, allerdings sollte man sie nicht hochheben oder aus dem Gehege herausnehmen. Zudem sollte man sie nie stören, wenn sie beispielsweise gerade schlafen. Das bedeutet Stress pur und wirkt sich auf Dauer negativ auf die Gesundheit aus. Wenn der Hamster handzahm ist, sollte man ihn nur anfassen, wenn er wach und aktiv ist. <BR /><BR />Grelles Spielzeug und Spielzeug mit Geräuschen gehören nicht ins Hamstergehege. Das überreizt schnell. Finger weg auch von Hamsterbällen. Sie sehen zwar so aus, als würden sie den kleinen Nagetieren eine sichere Auslaufmöglichkeit bieten, bedeuten aber nur Stress. <BR /><BR />In einem Hamsterball sind die Sinne eingeschränkt. Dabei orientiert sich ein Hamster stark über den Tast-, Riech- und Hörsinn. Zudem kann er sich an Möbeln stoßen oder seine Beinchen in der Öffnung einklemmen.