Freitag, 07. August 2015

Handels- und Marktplatz "Glurnser Laubengasse"

Alter und traditioneller Handwerkermarkt belebt das Städtchen Glurns

E. Prieth
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E. Prieth

Die Stadt Glurns verdankt ihrer einstigen Bedeutung und Blüte im Mittelalter auch der historischen Laubengasse als ehemaliges Handelszentrum im Vinschgau.

Herzog Meinhard II, Graf von Tirol, war es, der die Stadt Glurns gründete und zum trotz der Churer Bischöfe und als effiziente Gegenoffensive zu dem seit 1239 bestehenden Markt beim Kloster St. Johann in Müstair bereits im Jahre 1291 den Bartholomäusmarkt  einsetzte.  Damit begann der wirtschaftliche Aufstieg unseres Städtchens.

Gehandelt wurde unter anderem mit Salz aus dem Inntal, mit Wein aus dem Veltlin sowie mit Schafen und Getreide. In den Laubenhäusern waren neben den Warenlagern, die Werkstätten der Handwerker eingerichtet. Unter den vorgelagerten Laubengängen boten sie ihre Waren feil.

In den späteren Jahrhunderten wurde das Städtchen für die Landesherren als Handelsplatz immer unwichtiger. Zudem war Glurns vielen Katastrophen ausgesetzt. Damit war der einst wichtige Handelsplatz verloren gegangen und dem Marktgeschehen in der Glurnser Laubengasse ein Ende gesetzt.

Mit der Einsetzung des „Glurnser Laubenmarktes“ wurde nun der einstige Handelsplatz wieder zu neuem Leben erweckt werden.

Das alte und traditionelle Handwerk möchte man wieder präsentieren. So wird nun zum 4. Mal der Markt „Altes und traditionelles Handwerk“ am Samstag, 8. August in der Laubengasse ausgerichtet.

Drechsler, Schmied, Bäcker, Korbflechter, Hutmacher, Töpfer, Wolleverarbeiter und vieles mehr werden beim Glurnser Laubenmarkt das alte Handwerk vorzeigen. Dabei sind auch die bäuerlichen Direktvermarkter mit Verkauf von Qualitätsprodukten.

Die Glurnser Stadtmühle am Mühlbach ist für die Besucher geöffnet.

Ein Besuch in die kleinste Stadt Südtirols lohnt sich also.

Elmar Prieth, Glurns

stol