Freitag, 09. Januar 2015

Handy an den Nagel gehängt

Kurz vor den Weihnachtsferien fand ein Treffen zwischen den Lehrlingen der Landesberufsschule Tschuggmall und drei Wandergesellen statt, die sich in der Backstube „Profanter“ in Brixen das Notwendige für den weiteren Weg verdient hatten.

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Foto: © shutterstock

Schon im Mittelalter war es Brauch, dass sich Gesellen auf Wanderschaft begeben mussten, um Meister zu werden. Heute gibt es solche Wandergesellen im deutschen Kulturraum immer noch, und die Lehrlinge der LBS Tschuggmall hatten die Möglichkeit, auf drei von ihnen zu treffen.

Olli, Albert und Lukas, wie sie genannt werden wollten, berichteten von ihren Erfahrungen während der Wanderzeit, in der sie ihren Heimatort im Umkreis von 50 Kilometern nicht betreten dürfen. Die Schüler horchten gespannt den Erzählungen. Durch die geweckte Neugierde stellten sie unzählige Fragen, die Interessantes, Wissenswertes und Kurioses zum Vorschein gebracht haben: Olli (seit dreieinhalb Jahren unterwegs) hat wortwörtlich sein „Handy an den Nagel gehängt“ als er aufgebrochen ist; Albert musste lernen, seine Schüchternheit zur Seite zu legen, wenn er die Wanderzeit überstehen und Arbeit, Unterkunft oder eine Mitfahrgelegenheit finden wollte.

Auch auf die Frage, wie es jetzt weiter gehe, gab es eine klare Antwort: Richtung Süden, denn nach langer Zeit in Nord- und Mitteleuropa wollen sie sich ein bisschen aufwärmen. Zu Silvester wollten sie in Istanbul oder Portugal sein.

stol