Die Feierkultur hat sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert: Sie ist vielfältiger und experimenteller geworden. Eine neue Generation begnügt sich nicht mehr damit, bestehende Strukturen wie Clubs zu nutzen und Einheitsbrei zu konsumieren. Gleichgesinnte schließen sich zusammen, organisieren selbst – abseits klassischer Clubkonzepte.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1291821_image" /></div> <BR /><BR />Genau hier setzen Kollektive wie „Tanzverbot“ (der Name ist natürlich nicht Programm) an – vor zwei Jahren von <b>Daniel Pezzei, Philip Haselrieder</b> und <b>Jonas Oberstaller</b> gegründet, nunmehr komplettieren <b>Tamara Pappalardo, Lea Mayr</b> und <b>Florian Maurer</b> die Gruppe. Sie alle sind im Alter zwischen 26 und 29 Jahren, haben eine Leidenschaft für Musik und ähnliche Vorstellungen von „Events“. Ihr junges Kollektiv steht für „Art, Music & Club Culture – Explore, Dance & Connect“ (auf Deutsch: Kunst, Musik & Clubkultur – Entdecken, Tanzen & Verbinden).<h3> Musik, Kunst und Community vereinen</h3>„Momentan besteht keine große Abwechslung in der Südtiroler Clubszene“, bringt es Lea Mayr auf den Punkt. Und deshalb organisiert „Tanzverbot“ auch keine weiteren üblichen Clubbing-Events, sondern manchmal ganztägige Veranstaltungen, die Musik, Kunst und Community vereinen. Das Kollektiv bespielt dabei bestehende, teils bekannte Clubräume, verwandelt diese jedoch bewusst in eine eigene Welt. Ziel ist es, den Besuchern das Gefühl zu geben, etwas Neues zu entdecken – mit viel Liebe zum Detail. Inspiriert wurde „Tanzverbot“ von Veranstaltungen in Städten wie Barcelona, Berlin oder Amsterdam, im Laufe der Zeit hat das Kollektiv eine eigene Handschrift entwickelt.<BR /><BR /> Lea Mayr: „Wir verwenden viel Deko in der Farbe Grün, mit vielen Pflanzen und Lichteffekten, um Jungle-Vibes zu erzeugen.“ Auch musikalisch geht „Tanzverbot“ eigene Wege: Man setzt bewusst auf längere DJ-Sets, oft ergänzt durch Vinyl oder Live-Elemente, also nicht auf klassische Club-Musik, sondern authentische House und Techno.<BR /><BR /> Im Vorjahr beispielsweise hat das Kollektiv einen Event-Marathon im Brixner Club Max bestritten – über zwölf Stunden hinweg verwandelte sich der Club in einen vielseitigen Erlebnisraum mit Kunstausstellung, Streetfood-Markt sowie Secondhand- und DIY-Ständen, Tattoo-Artists, Kunstinstallationen und vielem mehr für Groß und Klein. Eine Bodypainting-Performance von <b>Johannes Stötter</b> setzte visuelle Akzente. In den Nachtstunden wurde dann gemeinsam gefeiert, getanzt, gechillt (Am 3. April kehrt „Tanzverbot“ mit dem Event ins Max zurück).<h3> „Die Gäste sollen bei uns eine schöne, entspannte Zeit fernab von Social Media verbringen“</h3>Heuer folgten Events in einem Club in Gargazon und im Schnalstal, genauer gesagt auf der Schutzhütte Schöne Aussicht. „In Schnals planten wir ein Outdoor-Event, gerieten allerdings in ein Schneegestöber, und so haben wir die Veranstaltung ganz spontan nach drinnen verlegt. Alle hatten Spaß“, schildert Lea. Weitere Höhepunkte waren Events in der Zoona in Bozen, in der Thara See Lounge im Pustertal sowie auf der Dachterrasse des Soley in Brixen.<BR /><BR />Warum von alldem nichts in den sozialen Netzwerken aufgetaucht ist? Weil bei den Veranstaltungen von „Tanzverbot“ absolutes Handy- und Kameraverbot herrscht. „Die Gäste sollen bei uns eine schöne, entspannte Zeit fernab von Social Media verbringen – und siehe da, sie genießen es“, so Lea Mayr.