Freitag, 05. Mai 2017

Heftige Zusammenstöße bei Studentenprotesten in Venezuela

In Venezuela hat es bei Studentenprotesten gegen Staatschef Nicolas Maduro erneut heftige Zusammenstöße mit den Sicherheitskräften gegeben.

In Venezuela ist es zu heftigen Auseinandersetzungen bei Studentenprotesten gekommen.
In Venezuela ist es zu heftigen Auseinandersetzungen bei Studentenprotesten gekommen. - Foto: © APA/AFP

Die Studenten hatten für Donnerstag zu landesweiten Kundgebungen gegen Maduro aufgerufen. In Caracas marschierten hunderte Demonstranten an der Zentraluniversität, der größten Universität des Landes, los.

„Sind Studenten, keine Terroristen“

Sie kamen jedoch nicht weit: Direkt vor dem Campus wurden sie von den Einsatzkräften gestoppt. Polizei und Nationalgarde setzten Tränengas und Gummigeschosse ein, einige Demonstranten warfen Steine und Brandsätze zurück. „Wir sind Studenten, keine Terroristen“, skandierten die Demonstranten.

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Foto: APA/afp

Einer anderen Gruppe von Studenten war es zuvor gelungen, zum Sitz der venezolanischen Bischofskonferenz in Caracas vorzudringen, um eine Botschaft an die katholische Kirche und Papst Franziskus abzugeben. „Wir werden getötet, Venezuela ist eine Diktatur“, erklärte Santiago Acosta von der katholischen Andres-Bello-Universität.

Studentenführer erschossen

Auch an anderen Universitäten in Venezuela starteten Demonstrationszüge. Im nördlichen Bundesstaat Anzoategui wurde der 33-jährige Studentenführer Jose Lopez Manjares bei einer Versammlung an seiner Universität erschossen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Der Schütze habe aus nächster Nähe mehrere Schüsse auf den jungen Mann abgegeben, anschließend sei der Täter auf einem Motorrad geflüchtet.

Drei weitere Menschen wurden den Angaben zufolge bei dem Vorfall verletzt. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Ob die Tat in Zusammenhang mit den Protesten gegen Maduro steht, war zunächst unklar.

apa/afp

stol