Am Samstag waren bei mehreren Rettungseinsätzen rund 800 Migranten unter anderem von der italienischen Küstenwache und Hilfsorganisationen gerettet worden. Zwei Leichen wurden geborgen. Weil sie Wasser in den Lungen hatten, mussten 16 Migranten – darunter sechs wiederbelebte Kinder – mit einem Militärhubschrauber ins tunesische Sfax ins Krankenhaus geflogen werden.Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée hatten am Samstag 99 Menschen von einem Schlauchboot gerettet. Als die „Aquarius“ das Boot erreichte, hatte es bereits viel Luft verloren, zahlreiche Migranten schwammen im Wasser, wie die Hilfsorganisationen mitteilten. Viele Überlebende seien orientierungslos und verwirrt gewesen, weil sie Benzin eingeatmet hätten, das in das Boot eingedrungen sei. « Il est urgent que l'Europe entende ces hurlements de détresse », @SOSMedFrance Samedi 27 janvier, ce canot pneumatique était dégonflé et commençait à couler lorsque les équipes de l'#Aquarius sont arrivées sur place. pic.twitter.com/cSlF3P6MVm&mdash SOS MEDITERRANEE (@SOSMedFrance) 30. Januar 2018Im Januar haben dem italienischen Innenministerium zufolge bereits 3597 im Mittelmeer Gerettete Italien erreicht. Die meisten von ihnen stammen aus Eritrea, gefolgt von Menschen aus Tunesien, Pakistan und Libyen. Letzteres ist überraschend: Das Bürgerkriegsland Libyen ist eigentlich Transitland für Afrikaner, die auf eine Überfahrt nach Europa hoffen. Einheimische zählten bislang nicht zu den Migranten, die hauptsächlich in Italien ankommen.dpa