Samstag, 02. Dezember 2017

Hermann Glettler zum Innsbrucker Bischof geweiht

Hermann Glettler ist am Samstag bei einem Festgottesdienst in der Olympiahalle zum neuen Innsbrucker Diözesanbischof geweiht worden. Salzburgs Erzbischof Franz Lackner, der Linzer Bischof Manfred Scheuer und der Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl vollzogen die Weihe durch Handauflegen.

Die Weihe fand in der Olympiahalle statt. - Foto: APA
Die Weihe fand in der Olympiahalle statt. - Foto: APA

Innsbruck hatte seit Jänner 2016 auf einen Nachfolger von Bischof Scheuer gewartet, der nach Linz gewechselt war. Am 27. September 2017 ernannte Papst Franziskus den bisherigen Bischofsvikar der Diözese Graz-Seckau schließlich zum Bischof der Diözese Innsbruck. Als Wahlspruch suchte sich der 52-jährige Glettler „Euntes curate et praedicate - Geht, heilt und verkündet” (Mt. 10, 7f) aus.

Glettlers Vorgänger Scheuer sieht den neuen Oberhirten als Brückenbauer. „Er kann Brücken bauen über existenzielle Abgründe hinweg - auch zu Nichtgläubigen”, sagte Scheuer in seiner Predigt in der Olympiahalle. Dass die Bischofsweihe „in diesem säkularem Raum” stattfinde, sei auch ein Zeichen für diese Brückenbauer-Funktion, so der Linzer Bischof.

Bischof Franz Lackner und Bischof Hermann Glettler. - Foto: APA

”Du bist mit Freude aufgenommen worden, und wirst Freude bringen”, richtete Scheuer das Wort an seinen Nachfolger. Ein Bischof solle auch ein „Hoffnungsträger sein in Konflikten” und ein „Anwalt des Wir-Gefühls”, meinte Scheuer.

Vielen Menschen sei es „nicht egal” gewesen, dass Innsbruck so lange auf einen neuen Bischof habe warten müssen, spielte der Geistliche auf die lange Sedisvakanz an. „Es hat lange gedauert, es war ein schwieriger und schmerzlicher Weg. Manche sind beschädigt und verletzt worden. Es braucht auch noch eine Zeit des Innehaltens und des Gesprächs”, betonte Scheuer.

apa

stol