Sonntag, 03. September 2017

Heute für Morgen: Gemeinde Christi sein

Die Katholische Frauenbewegung hat am Samstag, 2. September 2017 im Kolpinghaus in Bozen ihre Vollversammlung zum Auftakt in das neue Arbeitsjahr mit den Mitarbeiterinnen aus den Dekanaten abgehalten.

Referentin Elisabeth Rathgeb mit der Vorsitzenden Irene Vieider und geistlichen Assistentin Maria Theresia Ploner
Badge Local
Referentin Elisabeth Rathgeb mit der Vorsitzenden Irene Vieider und geistlichen Assistentin Maria Theresia Ploner

Das Leitmotiv „Gemeinde Christi sein“ kommt im Refrain eines Liedes vor: „Ein Kreis beginnt zu leben, am Anfang fühlt man sich allein. Man beginnt sich zu verändern und will Gemeinde Christi sein.“

„Was kann uns dieses Thema, dieses Lied  für unser Engagement als kfb in der Kirche Christi sagen?, diese Frage stellte die Vorsitzende, Irene Vieider an den Anfang der Tagung. „Wir sind ein Kreis von Frauen, der immer wieder neu zu leben beginnt. Ja, wir sind verwurzelt und haben gleichzeitig Flügel, die uns zu Neuem aufbrechen lassen. Ja, es gibt Tage, Stunden, Augenblicke, in denen wir uns allein fühlen, vielleicht auch allein gelassen, an den Rand gedrängt, weil es mit der Gleichberechtigung der Frau in der Kirche nicht so bestellt ist, wie wir uns das vorstellen“, so die Vorsitzende weiter.

Es stimmt zuversichtlich, denn es beginnt sich doch langsam etwas zu verändern. Frauen leiten Wortgottesfeiern und verkünden Gottes Wort, Frauen sind Pfarrverantwortliche, Frauen feiern gemeinsam Liturgie, Frauen bilden sich im Glauben weiter und besinnen sich auf die prägenden Frauengestalten der Bibel, Frauen erkunden den verfügbaren Rahmen, um auch darüber hinaus zu zeigen und zu gehen und gestalten immer sichtbarer mit den Männern Kirche mit. Es stimmt: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“. Es stimmt aber auch, dass „steter Tropfen den Stein höhlt“ und dass Frauen den Auftrag, der in der letzten Strophe des Liedes formuliert ist, sehr ernst nehmen: „Er will durch uns die Welt erneuern, und allen Menschen Zukunft sein.“

Referentin der Tagung war Mag. Elisabeth Rathgeb, Seelsorgeamtsleiterin der Diözese Innsbruck. "Es braucht den Mut, in dieser Zeit des Wandels mit dem Wind der Veränderung zu  leben", so in ihren Ausführungen. Sie forderte die Frauen auf, "sich nicht zurückzuziehen". Seelsorgeamtsleiter Reinhard Demetz sagte, "dass die Kirche zu 90 Prozenz von den frauen getragen wird, wenn es um den Alltag geht".

Bei der Tagung wurde den Mitarbeiterinnen der neue Jahreskalender und die Aktionen und Programme für das Arbeitsjahr 2017/18 vorgestellt. Besondere Schwerpunkt sind die Aktion „Ein Bleistift für Bildung“, der Weltgebetstag aus Surinam, die FrauenZukunftsTage im Februar im Pustertal, die Taufbegleitung, Frauenliturgien, Gedenktage für Sternekinder, der Lehrgang „Gemeinsam Kirche gestalten“ an der Phil. Theol. Hochschule in Brixen und die Bildungswoche „Ein paar Tage Zeit“.

„Als eine Frauenorganisation mit fast 13.000 Mitgliedern wünsche ich, dass es mit dem Jahresschwerpunkt gelingt, dazu beizutragen, Kirche und Welt zukunftsfähig zu gestalten“, so die Vorsitzende Irene Vieider.

Kath. Frauenbewegung, Bozen

stol